Krawalle nach Polizeigewalt in Kalifornien - Schwarzes Opfer
publiziert: Donnerstag, 8. Jan 2009 / 19:23 Uhr

San Francisco - Bei einer Protestaktion gegen die Erschiessung eines unbewaffneten schwarzen Mannes durch einen Polizisten in Kalifornien ist es in der Nacht zum Donnerstag zu schweren Krawallen gekommen.

Unruhen in San Francisco werden weiter gehen.
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Mehr als 100 Menschen wurden nach mehrstündigen Ausschreitungen in Oakland festgenommen, wie die Zeitung «San Francisco Chronicle» am Donnerstag berichtete.

Mit der Dunkelkeit

Mit Knüppeln und Tränengas gingen Polizeibeamte gegen die Demonstranten vor.

Die Aktion hatte zunächst friedlich mit einem Protestmarsch und einem Gedenkgottesdienst begonnen. Nach Einbruch der Dunkelheit kam es dann zu Krawallen, Fensterscheiben gingen zu Bruch, Autos wurden in Brand gesteckt.

Afroamerikaner erschossen

Auslöser für die Proteste war die Erschiessung eines unbewaffneten 22-jährigen Afroamerikaners durch einen Polizisten am Neujahrstag in Oakland. Der Mann war auf dem Rückweg von einer Silvesterfeier auf einer U-Bahnstation in eine Rauferei verwickelt gewesen.

Die Polizei nahm mehrere Personen fest. Das Opfer lag bereits mit Handschellen gefesselt auf dem Boden, als einer der Beamten den tödlichen Schuss abgab, berichteten Augenzeugen.

Vorfall gefilmt

Passanten nahmen den Vorfall mit Handy-Kameras auf. Die Videoaufzeichnungen wurden im Internet und in Nachrichtensendungen verbreitet. Gegen den 27 Jahre alten Polizisten wird ermittelt. Am Mittwoch, wenige Stunden vor Beginn der Unruhen, hatte er seinen Dienst quittiert.

Proteste gehen weiter

Für Donnerstag wurden weitere Proteste angekündigt. Um erneute Ausschreitungen zu vermeiden, hat die Polizei einen verstärkten Einsatz in Oakland angekündigt.

(sl/sda)

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