Kriegsverbrecherprozess gegen Ex-Diktator Taylor
publiziert: Montag, 7. Jan 2008 / 09:59 Uhr / aktualisiert: Montag, 7. Jan 2008 / 10:44 Uhr

Den Haag - Nach einer Verzögerung von mehr als einem halben Jahr ist der Kriegsverbrecherprozess gegen den früheren Präsidenten von Liberia, Charles Taylor, fortgesetzt worden.

Charles Taylor habe die Rebellen mit Waffen und Geld unterstützt.
Charles Taylor habe die Rebellen mit Waffen und Geld unterstützt.
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Das Sondergericht für Sierra Leone kam im niederländischen Den Haag zur Hauptverhandlung gegen Taylor zusammen. Im Laufe des Tages sollen die ersten Zeugen vernommen werden.

Die Anklage beschuldigt Taylor, der von August 1997 bis August 2003 Präsident Liberias war, er habe im Nachbarland Sierra Leone die gefürchtete Rebellengruppe RUF mit Waffen und Geld unterstützt.

Diesen Rebellen wird zur Last gelegt, während des Bürgerkrieges von Ende 1996 bis Anfang 2002 Tausende Menschen ermordet, gefoltert oder verstümmelt und Kinder in den Krieg gezwungen zu haben.

Verhandlungen dauern etwa zwei Jahre

Taylor hat sich als unschuldig bezeichnet. Der im Juni 2007 begonnene Prozess hatte sich immer wieder verzögert, weil Taylor seinen Anwalt gewechselt hatte.

Die Verhandlung gegen Taylor findet aus Sicherheitsgründen in Den Haag und nicht in Sierra Leone statt.

Es wird damit gerechnet, dass die Verhandlung etwa zwei Jahre dauert. Allein die Anklage hat nach eigenen Angaben 144 Zeugen benannt.

(rr/sda)

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