Kriminalgericht Luzern verurteilt betrügerische Ärztin
publiziert: Dienstag, 14. Mrz 2006 / 12:08 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Mrz 2006 / 12:34 Uhr

Luzern - Eine Luzerner Ärztin, die Patienten um 640 000 Franken angepumpt hatte, ist vom Kriminalgericht wegen Betrugs zu 18 Monaten bedingt verurteilt worden.

Die Ärztin bereute vor Gericht.
Die Ärztin bereute vor Gericht.
Die Staatsanwältin hatte drei Jahre Zuchthaus gefordert, der Verteidiger drei Monaten bedingt. Das Urteil ist in Form des Dispositivs bekannt geworden. Die Ärztin, die bis vor drei Jahren in der Agglomeration praktizierte, hatte 29 Patientinnen und Patienten um Darlehen gebeten. 27 gaben ihr Geld, insgesamt 640 000 Franken.

Die Ärztin hatte nach einem verlustreichen Immobiliengeschäft Schulden von 2,5 Millionen Franken. Sie versprach den gutgläubigen Klienten, das Geld rasch zurückzubezahlen. Die meisten Gläubiger sahen bis heute keinen Rappen.

Reue unter Tränen

Die Angeklagte brach am letzten Donnerstag vor Gericht in Tränen aus. Sie sei eine schlechte Geschäftsfrau und habe niemandem schaden wollen, erklärte sie.

Die Staatsanwältin sagte, die Ärztin habe das Vertrauen der Patienten schamlos ausgenutzt. Der Verteidiger dagegen betonte, seine Mandandtin habe keine falschen Tatsachen vorgespiegelt und immer gesagt, dass sie die Darlehen zur Schuldentilgung benötige.

(fest/sda)

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