Krisensitzung der türkischen Regierung nach PKK-Angriff
publiziert: Sonntag, 21. Okt 2007 / 14:32 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 21. Okt 2007 / 14:52 Uhr

Istanbul - Die türkische Regierung kommt nach einem Angriff kurdischer Rebellen, bei dem 16 Soldaten getötet wurden, zu einer Krisensitzung zusammen. Das Treffen unter Leitung von Präsident Abdullah Gül wurde auf heute Sonntagabend angesetzt.

Die PKK-Kämpfer hatten in der Nacht im Grenzgebiet zum Irak angegriffen. (Archivbild)
Die PKK-Kämpfer hatten in der Nacht im Grenzgebiet zum Irak angegriffen. (Archivbild)
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Die politische und militärische Führungsspitze werde am Abend mit Staatspräsident Gül über das weitere Vorgehen beraten, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

Erdogan wies auf den Beschluss des türkischen Parlaments vom Mittwoch. Damit hat die Armee grundsätzlich grünes Licht für grenzüberschreitende Einsätze gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei (PKK) im Nordirak. Erdogan forderte aber, mit kühlem Kopf über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

16 tote Soldaten durch PKK-Angriffe

PKK-Kämpfer hätten in der Nacht in der Provinz Hakkari im Grenzgebiet zum Irak angegriffen. Dabei wurden mindestens 16 türkische Soldaten getötet und etliche weitere verletzt.

Das türkische Militär griff in der Folge das Grenzgebiet im Nordirak an. Die Artillerie habe am Morgen elf Regionen beschossen, sagte ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte in der Stadt Erbil. Es habe keine Opfer gegeben.

Erster schwerer Angriff der Rebellen

Es war der erste Angriff kurdischer Rebellen auf Einheiten der Armee nach dem türkischen Parlamentsentscheid vom Mittwoch. Das irakische Parlament verurteilte am Sonntag den türkischen Plan für eine Militärintervention im Norden Iraks.

Die Abgeordneten stimmten mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Entschliessung, in der der Beschluss des türkischen Parlaments zurückgewiesen wird.

Ankara wirft den Kurden im Irak vor, die in der Türkei verbotene PKK militärisch zu unterstützen. Die türkische Regierung vermutet, dass die PKK vom Nordirak aus Angriffe in der Türkei startet und sich dann wieder in die hauptsächlich von Kurden bewohnte Region zurückzieht.

(tri/sda)

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