Kritik an SVP-Kampagne
publiziert: Sonntag, 29. Mai 2005 / 12:23 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 29. Mai 2005 / 15:08 Uhr

Bern - Aus Sicht von Schweizer Wirtschaftsführern arbeiten die SVP und die AUNS in ihrem Kampf gegen Schengen/Dublin mit bewussten Falschaussagen und fremdenfeindlichen Behauptungen.

10 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Schengen-Dublin
Das Dossier Schengen-Dublin im Überblick.
www.ejpd.admin.ch/d/dossiers/content/dos_view.php?dosID=schen_d&page=1&topic=Schengen-Dublin

Die Abkommen würden die Sicherheit erhöhen und Arbeitsplätze schaffen. Die in Inseraten verbreitete Behauptung der Gegner, aufgrund von Schengen/Dublin würden Arbeitsplätze verloren gehen, hätten das Fass zum überlaufen gebracht, sagt economiesuisse-Präsident Ueli Forster in einem in der SonntagsZeitung erschienenen Interview. "Lügen können wir nicht unbeantwortet lassen."

Forster spart nicht mit Kritik an den Inhalten und am Stil der gegnerischen Kampagne. Er wertet sie als Angstmacherkampagne, die nur darauf abzielt, das Gehirn abzuschalten und die Leute am sachlichen Nachdenken zu hindern. Mit der Verbreitung von Unwahrheiten schadeten die Gegner der politischen Kultur.

Wirtschaft profitiert

Als Antwort auf die jüngsten Inserate der Schengen-Gegner verstärken Wirtschaftsvertreter eine Woche vor der Abstimmung ihr Engagement für ein "Ja". "Wir wollen sachlich informieren", sagt Forster. Schengen/Dublin habe nicht mit zusätzlicher Einwanderung zu tun, hingegen reduziere es die Zahl der Asylbewerber.

Die Wirtschaft profitiert durch erhöhte Sicherheit und der Finanzplatz von der staatsvertraglichen Absicherung des Bankgeheimnisses, sagt der economiesuisse-Präsident. Ungeheuer sei die Verdrehung, die Abkommen führten zum EU-Beitritt. Es handle sich bei Schengen/Dublin um ein Sicherheitsabkommen.

Schweiz hat ein ureigenes Interesse

Die meisten Wirtschaftsführer wollen laut Forster nicht in die EU, genauso wie die Mehrheit der Schengen-Befürworter.

Schützenhilfe erhalten die Wirtschaftsvertreter mit ihren Argumenten vom deutschen Bundesinnenminister Otto Schily. Die Abkommen hätten rein gar nichts mit dem Arbeitsmarkt zu tun, sagt er in einem im SonntagsBlick veröffentlichten Interview. Es geht einzig um die Grenzkontrollen.

Die Schweiz habe ein ureigenes Interesse an einem reibungslosen Grenzverkehr, sagt er weiter. Er verweist auf die Klagen, die im vergangenen Jahr namentlich beim Gewerbe laut wurden, als die deutschen Grenzwächter ganz nach Vorschrift kontrollierten.

(rp/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Volkswirtschaftsminister ... mehr lesen
Deiss: "Im Chor der Lauten hört man die Leisen nicht."
Burgdorf - Fritz Hofmann, ehemaliger Präsident der SVP Schweiz und Präsident der Berner Kantonalbank, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. mehr lesen 
Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz.
Bern - Eine gute Woche vor der Abstimmung über die Verträge von Schengen und Dublin greifen namhafte Schweizer Wirtschaftsvertreter in die Diskussion ein. mehr lesen
Bern - Eine Woche vor der ... mehr lesen
Hans Rudolf Merz, Bundesrat und Schengen/Dublin Befürworter.
EU-Justizkommissar Franco Frattini hofft auf ein "Ja" der Schweiz.
Brüssel - Zehn Tage vor der ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Zwei Wochen vor der ... mehr lesen
Eine Mehrheit der Stimmenden ist laut der Umfrage nach wie vor für die Abkommen mit der EU.
Ueli Maurer: "Der Vertrag erinnert an das Trojanische Pferd."
Bern - Im Kampf gegen Schengen ... mehr lesen
Etschmayer Die Zeichen im Bundesrat stehen auf Sturm. Während an der Aare Spaziergänger die lauen Frühlingslüftchen geniessen, tobt in der Regierung ein Donnerwe ... mehr lesen 
Bern - Die Schweizer Wirtschaft ... mehr lesen
Die Schweizer Wirtschaft ist überzeugt: Ein EU-Beitritt hätte mehr Nachteile als Vorteile.
Das Volk wird am 5. Juni an die Urne gebeten.
Bern - Gut drei Wochen vor dem Urnengang vom 5. Juni verstärken die Befürworter ihren Einsatz für Schengen/Dublin. Das Pro-Komitee mit über 150 eidgenössischen Abgeordneten aus sechs Parteien ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Zwischen Bodensee und Säntis ist eine Landesausstellung geplant.
Zwischen Bodensee und Säntis ist eine Landesausstellung geplant.
Abstimmung am 5. Juni  Bern - Neben den fünf eidgenössischen Abstimmungsfragen entscheiden am 5. Juni die Stimmberechtigten über zahlreiche kantonale Vorlagen. In den Kantonen St. Gallen und Thurgau wird über das Schicksal der Expo2027 befunden. mehr lesen 
Laut Umfrage  Zürich - Die Zustimmung für die Pro-Service-public-Initiative schmilzt laut einer Umfrage. Doch die ... mehr lesen  
Mehr Bürger als noch im April lehnen die Pro-Service-public-Initiative ab.
Künftig mindestens 500'000.-- und die ganze Schweiz inklusive: SwissPass, der schon bald mal GACH heissen könnte.
Etschmayer Durch ungeschickte Avancen von SBB- und Post-Chefs, droht die Service-Public-Initiative tatsächlich angenommen zu werden. Von bürgerlicher Seite her solle ... mehr lesen  
Wahlen 2015  Bern/Lausanne - Die SVP hat ihr gutes Resultat bei den Wahlen 2015 einer soliden Wählerbasis und der ... mehr lesen  
Migration, Asyl und Flüchtlinge galten bei der Wählerschaft als wichtigstes Problem. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 11°C 15°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen trüb und nass
Basel 11°C 18°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt trüb und nass
St. Gallen 11°C 12°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen trüb und nass
Bern 11°C 16°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen trüb und nass
Luzern 12°C 14°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen trüb und nass
Genf 13°C 18°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen bedeckt, wenig Regen
Lugano 15°C 17°C bedeckt mit Gewitternleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten