Kritik nach dem Waldbrand in Leuk - Helikopter zu spät alarmiert
publiziert: Sonntag, 17. Aug 2003 / 11:39 Uhr

Leuk - Zur Bekämpfung des Waldbrandes in Leuk VS stand zu wenig Löschwasser zur Verfügung. Zudem wurden die Helikopter zu spät alarmiert. Diese Kritik äusserte der für das Gebiet zuständige Förster Viktor Bregy in einem Interview mit der SonntagsZeitung.

Es sei auch zu wenig Löschwasser zur Verfügung gestanden.
Es sei auch zu wenig Löschwasser zur Verfügung gestanden.
Die Helikopter seien zwar - wie die Ortsfeuerwehren - auf Pikett gewesen, aber sie seien erst eine Dreiviertelstunde nach der Entdeckung des Feuers alarmiert worden, sagte Bregy.

Erschwert wurde die Brandbekämpfung auch dadurch, dass in der Nähe zu wenig Löschwasser zur Verfügung stand.

Obwohl es sich um den vierten Grossbrand in der Region in den letzten 20 Jahren gehandelt habe, hätten die betroffenen Gemeinden laut Bregy daraus nur wenig gelernt.

Steinschlag und Lawinenverbauung

Die Schadensumme lässt sich vorläufig nicht genau beziffern. An Steinschlag- und Lawinenverbauungen entstand gemäss Bregy ein Sachschaden von fünf bis sechs Millionen Franken.

Die Kosten für die Wiederaufforstung des Waldbrandgebietes lasse sich erst in zwei Wochen aufgrund des Verbrennungsgrades der Bäume bestimmen.

Brand noch lange nicht gelöscht

Laut Bregy wird es noch Wochen und Monate dauern, bis der Brand vollständig gelöscht ist. Die Feuer würden unter der Erde als Wurzelbrände weitermotten. Entscheidend sei das Wetter.

Regen helfe zwar beim Löschen der Brände, löse aber Erosion aus. Der Strasse zwischen Leuk und Leukerbad drohen dabei gemäss Bregy in nächster Zeit Steinschlag sowie Schlamm- und Schneelawinen.

Zuvor waren an verschiedenen Stellen im Waldbrandgebiet von Leuk erneut Brände ausgebrochen. Die Einsatzkräfte hatten die Situation aber stets unter Kontrolle.

(bsk/sda)

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