«Kubaner» wird Chef der US-Republikaner
publiziert: Dienstag, 14. Nov 2006 / 07:01 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Nov 2006 / 19:40 Uhr

Washington - Der aus Kuba stammende US-Senator Mel Martinez soll neuer Parteichef der Republikaner werden.

Mel Martinez soll die verlorenen Stimmen der hispanischstämmigen Bevölkerung wieder zurück gewinnen.
Mel Martinez soll die verlorenen Stimmen der hispanischstämmigen Bevölkerung wieder zurück gewinnen.
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Nach Einschätzung von Experten will die Partei so im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl 2008 Stimmen der Hispanics zurückgewinnen.

Der Senator aus Florida löse Ken Mehlman im Januar ab, sagte ein Parteisprecher am Montag in Washington der Nachrichtenagentur AFP. Mehlman hatte die republikanische Partei seit Januar 2005 angeführt.

Bei den Kongresswahlen vor einer Woche hatten die Republikaner schwere Stimmenverluste erlitten, vor allem in der Gruppe der Einwanderer aus Lateinamerika, den Hispanics. Experten begründeten den Verlust mit der Anti-Einwanderer-Rhetorik der Republikaner.

Wähler zurückgewinnen

Die Republikaner setzen nun darauf, dass Martinez einen Teil der 17,2 Millionen spanischsprachigen Wähler zurückgewinnt. Immerhin machen diese 8,6 Prozent der Wahlberechtigten aus.

Martinez setzt auf gemässigte Positionen in der Einwanderungspolitik: Die Grenzen will der Senator zwar abschotten, den Millionen illegaler Einwanderer in den USA aber zu einem legalen Aufenthaltsstatus verhelfen.

Martinez war einer der Wahlkampfmanager von US-Präsident George W. Bush im Jahr 2000 im US-Bundesstaat Florida, der Bush schliesslich den knappen Sieg über den demokratischen Bewerber Al Gore einbrachte.

Harry Reid Mehrheitsführer im US-Senat

Harry Reid wurde unterdessen zum Mehrheitsführer im US-Senat gewählt. Der gemässigte Demokrat aus Nevada hat sich für einen stufenweisen Abzug der US-Truppen aus dem Irak ausgesprochen.

Die Situation im Irak und ein Truppenrückzug aus dem Land waren die beherrschenden Themen der Wahlen zum Senat und Repräsentantenhaus, die für die Republikaner von Präsident George W. Bush zum Fiasko gerieten: Die Demokraten holten in beiden Parlamentskammern die Mehrheit.

Reid führte zuvor bereits zwei Jahre die demokratische Minderheit im Senat an. Zum Stellvertreter Reids wurde Dick Durbin aus dem Bundesstaat Illinois gewählt.

(smw/sda)

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