Küttel in Lauerstellung
publiziert: Mittwoch, 28. Dez 2005 / 08:23 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 28. Dez 2005 / 09:45 Uhr

Der Höhenflug von Andreas Küttel beschert der Vierschanzentournee vermehrte Aufmerksamkeit aus der Schweiz.

Andreas Küttel zählt zu den Favoriten auf den Gesamtsieg.
Andreas Küttel zählt zu den Favoriten auf den Gesamtsieg.
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Sofern der Einsiedler seine Form über die Weihnachtstage konservieren konnte, zählt er zu den Favoriten auf den Gesamtsieg.

Die Schweizer Bilanz beim alljährlichen Höhepunkt der Skispringer ist jedoch keineswegs berauschend, Küttels Auftritte bisher bescheiden.

In den bislang 53 Tourneen über die Neujahrstage liess sich noch kein Schweizer als Gesamtsieger feiern. Am nächsten kamen dem prestigeträchtigen Titel in den Siebziger-Jahren Hansjörg Sumi (2. 1978/79) und Walter Steiner (je 2. 1976/77 und 1973/74).

Die zwei Tagessiege von Steiner 1974 in Garmisch-Partenkirchen und 1977 in Bischofshofen sind gemessen an den 212 Wettkämpfen eine ebenso magere Ausbeute wie die 15 Podestplätze.

Letztmals stand Simon Ammann knapp zwei Monate vor seinem Olympiatriumph in Salt Lake City als Dritter in Oberstdorf auf dem Podest. Und Küttel kann in seiner zehnjährigen Aktivkarriere bloss ein Top-Ten-Resultat vorweisen. 2001 resultierte in Innsbruck Rang 7.

Podest keine Selbstverständlichkeit

Trotz Küttels vier Podestplätzen und einem 5. Rang in den letzten fünf Springen und Platz 3 im Gesamt-Weltcup bleibt die offizielle Zielsetzung von Swiss-Ski stets dieselbe wie in den letzten drei Jahren: Gefragt sind primär Top-Ten-Klassierungen.

Auch der Athlet sieht dies so, obwohl der Wille, der Beste zu sein, natürlich vorhanden ist. «Podestplätze sind keine Selbstverständlichkeit», meinte er nach Rang 5 in Engelberg.

Nummer 3 bei den Buchmachern

Bei den Buchmachern von «Interwetten» wird Küttel als Nummer 3 auf den Gesamtsieg geführt. Dies mit der Quote von 7,0 hinter Jakub Janda (Tsch/2,3) und Vorjahressieger und Weltmeister Janne Ahonen (Fi/3,6), der vor wenigen Tagen in seinem Heimatland zum Sportler des Jahres gekürt wurde.

Sollte es Küttel tatsächlich schaffen, wäre er nebst der Auszahlung lukrativer Preisgelder und Erfolgsprämien durch Veranstalter, Ausrüster und Sponsoren auch Besitzer eines japanischen Geländewagens (Nissan) im Wert von über 50 000 Franken.

Die Schweizer hatten nach dem Weltcup-Wochenende im Kanton Obwalden noch zwei Tage auf der Titlis-Schanze trainiert.

Danach stand vor der kräfteraubenden Reise durch die Ostalpen die Regeneration im Vordergrund. Ammann und Michael Möllinger nahmen als Hauptprobe am Montag am Weihnachtspringen in St. Moritz teil, allerdings mit mässigem Erfolg. Die beiden stehen derzeit im Schatten von Küttel, zeigen aber einen klaren Aufwärtstrend.

Ihnen ist im Rahmen der Tournee zumindest ein Exploit an einem Tagesevent zuzutrauen. Mit einer Klassierung unter den Top 20 ab Garmisch-Partenkirchen können sie zudem den zweiten Teil der Selektionskriterien für Turin 2006 erfüllen. Der frühere Kombinierer Guido Landert wird voraussichtlich in Innsbruck im Rahmen der Tournee debütieren.

K.o.-System

Küttel und Ammann geniessen den Vorteil, dass sie sich im Weltcup in den Top 15 befinden und deshalb für das Auftaktspringen vom Donnerstag in Oberstdorf gesetzt sind. Erneut werden die Tournee-Springen nach dem vor neun Jahren eingeführten K.o.-System ausgetragen. Die Startreihenfolge und die Paarungen ergeben sich aus der Qualifikation. Die Sieger der 25 Duelle sowie die fünf besten Verlierer (Lucky Loser) erreichen den Finaldurchgang.

Erhalten bleibt auch die bei der letzten Austragung eingeführte Änderungen der Wettkampf-Zeiten. So werden Oberstdorf (29. Dezember) und Bischofshofen (6. Januar) als Nachtspringen (ab 16.30 Uhr) ausgetragen, um die TV-Einschaltquoten hoch zu halten.

Programm
Oberstdorf (De). Mittwoch, 28. Dezember: 14.30 Uhr Training. 16.30 Uhr Qualifikation.

Donnerstag, 29. Dezember: 15.00 Uhr Probedurchgang. 16.30 Uhr 1. Durchgang, anschliessend Final.

Garmisch-Partenkirchen (De). Samstag, 31. Dezember: 11.30 Uhr Training. 13.45 Uhr Qualifikation.

Sonntag, 1. Januar 2005: 12 Uhr Probedurchgang. 13.45 Uhr 1. Durchgang, anschliessend Final.

Innsbruck (Ö). Dienstag, 3. Januar: 11.30 Uhr Training. 13.45 Uhr Qualifikation.

Mittwoch, 4. Januar: 12.30 Uhr Probedurchgang. 13.45 Uhr 1. Durchgang, anschliessend Final. -- Bischofshofen (Ö).

Donnerstag, 5. Januar: 14.30 Uhr Training. 16.30 Uhr Qualifikation.

Freitag, 6. Januar: 15.00 Uhr Probedurchgang. 16.30 Uhr 1. Durchgang, anschliessend Final.

(von Hans Leuenberger, Oberstdorf/Si)

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