Kuh-Offensive gegen Ratten-Kampagne
publiziert: Donnerstag, 30. Sep 2010 / 16:41 Uhr
Jetzt tanzen auch die Kühe.
Jetzt tanzen auch die Kühe.

Lugano - Eine Werbekampagne mit drei Ratten, die über Schweizer Käse herfallen, sorgt im Tessin und in Italien für Empörung. Ein Italiener hat nun den Spiess gedreht und in einer Kuh-Kampagne auf die Unverzichtbarkeit der italienischen Grenzgänger hingewiesen.

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Entstanden ist die Gegenkampagne auf Initiative eines Italieners, der sich darüber ärgerte, dass die Blogeinträge auf der Homepage www.balairatt.ch («die Ratten tanzen») gesperrt wurden.

So schuf er unter der Adresse www.balaivacc.it («die Kühe tanzen») eine eigene Homepage. Darin weist er auf die Unverzichtbarkeit der italienischen Grenzgänger für die Tessiner Wirtschaft hin. Zudem ruft er zu Toleranz und Respekt im Grenzgebiet auf.

Er sei kein Grenzgänger, kein Rassist und kein Anhänger der Lega, dafür ein absolut ehrlicher Italiener, schreibt der Gestalter der Kuh-Seite. Seine Identität gibt er aber nicht preis.

Unbekannt sind auch die Promotoren der Ratten-Kampagne, die anfangs dieser Woche lanciert wurde. Im Tessin wurden rund 60 Werbeplakate aufgehängt. Dazu wurde die Homepage www.balairatt.ch aufgeschaltet.

Tremonti als Ratte verunglimpft

Im Zentrum der Kampagne stehen drei Ratten, die über einen Tessiner Käse herfallen. Einer der Nager heisst Bogdan, trägt eine Maske und ist Rumäne. Den Rumänen wird nachgesagt, im Tessin für zahlreiche Einbrüche verantwortlich zu sein.

Eine andere Ratte ist der Plattenleger Fabrizio aus Verbania, womit auf die weit verbreitete Meinung angespielt wird, die italienischen Grenzgänger würden den Tessinern die Arbeit wegnehmen.

Die dritte Ratte heisst Giulio, ein Anwalt aus der Lombardei. Er trägt einen Schild - ein deutlicher Hinweis auf den italienischen Finanzminister Giulio Tremonti, der mit seinem «Steuerschild», dem so genannten «Scudo fiscale», den Tessiner Bankenplatz trockenlegen wollte.

Regierung und Botschaft distanzierten sich

Die Kampagne sorgte sowohl dies- als auch jenseits der Grenze für Schlagzeilen. Die Tessiner Regierung und der Schweizer Botschafter in Rom distanzierten sich von der Aktion, die von der Werbeagentur Ferrise in Muralto bei Locarno gestaltet wurde.

(bert/sda)

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