Kuhn besucht Nati vor Griechenland-Partie
publiziert: Donnerstag, 3. Sep 2009 / 20:21 Uhr

Auch der dritte Tag des Schweizer Vorbereitungscamps für die kapitalen WM-Auscheidungspartien gegen Griechenland und Lettland ging nicht ohne leichte Verletzungssorgen vorüber. Gökhan Inler und Johan Vonlanthen wurden wegen muskulären Problemen geschont.

Entspannt: Köbi Kuhn.
Entspannt: Köbi Kuhn.
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Während Udineses Mittelfeldcrack Inler wegen seiner am Mittwoch aufgetretenen Muskelverhärtung gar nicht zum Training in Freienbach mitfuhr, musste FCZ-Offensivmann Vonlanthen die gestrige Trainingseinheit nach einer knappen Stunde abbrechen. Auch ihn plagte eine Muskelverhärtung im Oberschenkel. Um nichts zu riskieren, wurde den beiden Internationalen ein Ruhetag mit Therapie verordnet. Gemäss Nationalcoach Ottmar Hitzfeld hätten beide Spieler genügend Trainingseinheiten mit ihren Klubs in den Beinen, um sich für einmal schonen zu können.

Auch für den Rest des Nationalteams standen gestern Nachmittag Ruhe, Pflege und Erholung auf dem Programm. Zudem hatte Hitzfeld eine Teamsitzung angesetzt, um seine Spieler mental auf das Team Griechenlands, den Gegner vom Samstag in Basel, vorzubereiten. Der Coach wird nochmals die Gefährlichkeit der Griechen bei Standard-Situationen angesprochen und seinen Akteuren die entsprechenden Positionen zugewiesen haben. Am Abend stand für die gesamte Schweizer Delegation ein Nachtessen in einem Restaurant nahe des Teamhotels in Feusisberg an.

Stippvisite von Köbi Kuhn

Interessierter Besucher in Freienbach war gestern der frühere Schweizer Nationalcoach Köbi Kuhn. Er genoss es sichtlich, nicht im Mittelpunkt zu stehen, obwohl er dennoch zahlreiche Hände schütteln musste und mit Fragen überschüttet wurde. Ob er die Arbeit mit dem Nationalteam nicht vermisse, wurde er gefragt. «Nein, ich konnte mich ja darauf vorbereiten. Es ist nicht überraschend, dass ich nicht mehr Nationalcoach bin.» Vielmehr geniesse er es, das Training ohne Stress mitverfolgen zu können. «Es erinnert mich an meine Kindheit, als ich an der Hand meines Vaters in den Letzigrund spazierte und regelmässig die Trainings des FC Zürich anschauen ging.»

Schiedsrichter als Glücksbringer?

Kuhn besuchte das Schweizer Team im Anschluss an das Training auch noch im Mannschaftshotel und wird das Spiel am Samstag im St.-Jakob-Park mitverfolgen. Für die Partie gegen Griechenland hatte er blitzschnell eine Prognose bereit: «Ein Sieg, egal wie er zustande kommt. Notfalls auch durch einen vom Rücken des Schiedsrichters abgefälschten Schuss.» Der Schiedsrichter gegen Griechenland heisst Frank de Bleeckere und hat der Schweiz schon einmal Glück gebracht. Der Belgier leitete im November 2005 das Barrage-Skandalspiel in Istanbul gegen die Türkei (2:4), als sich die Schweiz dank dem zweiten Auswärtstor durch Marco Streller für die WM in Deutschland qualifizierte.

Crans-Montana statt St. Moritz

Gestern wurde auch bekannt, wo sich die Schweiz auf die nächste WM vorbereiten würde, falls sie sich in den vier verbleibenden Ausscheidungsspielen oder allenfalls erneut in der Barrage für Südafrika qualifiziert. Die Teamverantwortlichen würden Crans-Montana St. Moritz als Standort des Camps vorziehen. Die Walliser Ski-Destination liegt auf 1500 Metern über Meer und damit rund 300 Höhenmeter tiefer als die mondäne Bündner Station. Ausschlaggebend für die Vorreservation soll diese tiefere Höhenlage gewesen sein, denn im nächsten Sommer würde die Schweiz in der Nähe von Johannesburg auf rund 1700 Metern ihr WM-Quartier beziehen.

Vorgesehen ist, dass sich die Schweizer Mannschaft nächstes Jahr eine Woche nach dem Saisonende (16. Mai) nach Crans-Montana zurückziehen und rund eine Woche vor ihrem ersten WM-Spiel nach Südafrika reisen würde. Die Endrunde am Kap beginnt am 11. Juni und endet einen Monat später am 11. Juli. Vorerst aber gilt die gesamte Konzentration von Hitzfeld und Co. dem Spiel am Samstag. Heute Freitag erfolgt um die Mittagszeit die Dislokation nach Basel, wo um 18 Uhr ein nicht öffentliches Training im St.-Jakob-Park angesetzt ist.

(René Baumann, Freienbach/Si)

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