Kuhn hat seine 23 Spieler im Kopf
publiziert: Freitag, 5. Mai 2006 / 00:11 Uhr / aktualisiert: Freitag, 5. Mai 2006 / 00:27 Uhr

40 Tage vor dem ersten WM-Gruppenspiel gegen Frankreich informierte Nationalcoach Köbi Kuhn über den Verlauf der Vorbereitungen.

Köbi Kuhn mit Medienchef Pierre Benoit im Paul Klee Zentrum.
Köbi Kuhn mit Medienchef Pierre Benoit im Paul Klee Zentrum.
Mit von der Partie waren SFV-Präsident Ralph Zloczower und Generalsekretär Peter Gilliéron. Die derzeit verletzten oder angeschlagenen Spieler sind im Genesungsfahrplan. Die Sonne strahlte über dem geschwungenen Dach des vor einem Jahr eröffneten Zentrums Paul Klee (1879 bis 1940) in Bern. Das einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts gewidmete Museum markiere für die Stadt Bern Aufbruchsstimmung, und in dieser befände sich auch der Schweizer Fussball, sagte Zloczower einleitend.

Und wie Klee, der nach der Matur von Bern nach München übersiedelte und in Deutschland den Durchbruch schaffte, strebt auch die Nationalmannschaft im nördlichen Nachbarland grosse Ziele an.

Testspiel gegen Italien

Kuhn strahlte Zuversicht aus und dokumentierte dies durch den ans Revers gehefteten Pin in Form des WM-Pokals. Die Vorbereitung sei bisher nach Wunsch verlaufen, führte Kuhn aus. Mit den Testspielen gegen die Elfenbeinküste, Italien und China könne man die Gruppenspiele simulieren. «Ob es hilft, wird man natürlich erst nachher sehen. Aber es ist wichtig, auch hier eine klare Strategie zu haben», sagte der Selektionär.

Froh ist Kuhn vor allem über das von der FIFA verordnete vorzeitige Ende der Meisterschaften. Mehrere Schweizer Nationalspieler sind derzeit angeschlagen und können bis zum Beginn der WM ihre Blessuren auskurieren. Fehlende Spielpraxis sieht Kuhn in diesem Zusammenhang nicht als Nachteil. «Ich denke immer positiv. Sie werden ausgeruhter sein als andere.» Dennoch werden mehr als die 23 zu benennenden Spieler ins Trainingslager nach Feusisberg einrücken, um bei eventuellen Ausfällen sofort bereit zu sein.

Hakan Yakin kaum dabei

Alex Frei gab in der zweiten Equipe von Rennes sein Comeback und erreichte bei Fitnesstests bereits wieder sehr gute Werte. Auch von Abwehrchef Philippe Senderos gibt es positive Signale. Ein Arzt des SFV hatte den Arsenal-Profi am letzten Wochenende in London besucht und überbrachte die Botschaft, dass Senderos hoffe, am 17. Mai im Champions-League-Final gegen Barcelona spielen zu können. Die anderen von kleinere Blessuren geplagten Spieler werden am 15. Mai, am Tag der Bekanntgabe des WM-Kaders, in Magglingen Fitnesstests absolvieren.

Zwar sind einige Position zumindest in der Öffentlichkeit noch unklar. «Doch ich habe die Liste mit den 23 Spielern mehr oder weniger im Kopf», sagt Kuhn. Damit ist klar, dass Hakan Yakin wohl kaum mehr den Weg zurück in den Kreis der Nationalmannschaft finden wird. Offen ist vor allem die Position des dritten Torhüters. Der in Portugal engagierte Diego Benaglio scheint die beste Ausgangslage zu haben.

WM-Camp in Feusiberg

Den zuletzt verletzten Spielern sollen zusätzliche Trainings ermöglicht werden. Diese Akteure werden wohl in der Woche zwischen der Bekanntgabe des WM-Kaders und dem Einrücken ins WM-Camp in Feusisberg am 23. Mai mit dem U21-Team von Bernard Challandes trainieren, das am 18. Mai in Payerne spielt. Vor der «Nacht des Fussballs» am 22. Mai, die den Startpunkt zur finalen Kampagne bildet, stehen für die Nationalspieler letzte Fitnesstests unter der Aufsicht der zur 45-köpfigen Delegation zählenden drei Ärzte im Programm.

Auf den ersten Zusammenzug seit dem 1. März und dem Spiel in Schottland freuten sie sich wie kleine Kinder unter dem Christbaum, erklärte Kuhn. Obwohl die Mannschaft jünger sei als vor zwei Jahren bei der enttäuschend verlaufenen EM in Portugal, stuft sie Kuhn als erfahrener ein. «Die jungen Spieler messen sich Woche für Woche mit den Besten der Welt. Das macht uns reifer, einen Schritt weiter zu gehen als 2004.»

Latte hoch legen

Vor der Euro 2004 seien viele schon zufrieden gewesen, sich für die Endrunde qualifiziert zu haben. Diese Saturation wolle er nicht mehr ausmachen. «Wir erwarten eine tadellose Leistung, auf die wir stolz sein können», sagt Zloczower. Eine konkrete Zielsetzung wollte der SFV-Präsident nicht nennen. «Aber die Latte liegt hoch.»

(von Sascha Rhyner, Bern/Si)

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