Berset glaubt an «Suissitude»
Kulturminister Alain Berset glaubt an den Schweizer Film
publiziert: Mittwoch, 25. Jan 2012 / 21:13 Uhr
Bundesrat Alain Berset
Bundesrat Alain Berset

Solothurn - «In der Schweiz steckt sehr viel Welt» - und damit reichlich Stoff für gute Drehbücher: Dies hat der neue Kulturminister Alain Berset bei seinem ersten Auftritt vor den Filmschaffenden am Mittwoch in Solothurn betont.

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Das Land sei stabil ebenso wie aufregend, erklärte der Bundesrat und zitierte den deutschen Philosophen Ernst Bloch (1885-1977): «Was geschieht und mehr noch, was kommt, ist von der Schweiz aus am empfindlichsten zu spüren.»

Die Schweiz mit ihrer offenen Volkswirtschaft sei ein «Labor der Globalisierung», sagte Berset gemäss Redetext an der «Nacht der Nominationen». «Suissitude» als Reaktion auf die Globalisierung müsse nicht kitschig sein, sondern könne stehen für «Patriotismus, Reife und Offenheit gegenüber der Welt.»

Nach den filmpolitisch turbulenten Zeiten der vergangenen Jahre könne sich die Branche nun wieder um Inhalte, um Geschichten kümmern, sagte Berset. Die Debatte um Kunst vs. Kommerz erklärte er für «veraltet», zumal sich grosse Künstler im Laufe der Zeit oft als kommerziell erfolgreich erwiesen hätten.

Im Vorfeld seiner Wahl habe er «Avatar» und «James Bond» als Filme genannt, die ihn beeindruckt hätten, spottete Berset. Damit habe er auch provozieren wollen - was ihm gelungen sei: «Die Journalisten waren gebührend schockiert.»

(asu/sda)

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