Kundgebung vor dem KKW Mühleberg
publiziert: Samstag, 22. Apr 2006 / 17:58 Uhr / aktualisiert: Samstag, 22. Apr 2006 / 18:16 Uhr

Mühleberg - Mit einer Aktion beim Kernkraftwerk Mühleberg hat die Westschweizer Koordination «Strom ohne Atom» für den Ausstieg aus der Atomenergie und für alternative Energien geworben.

Das KKW Mühleberg erlaubte die Kundgebung.
Das KKW Mühleberg erlaubte die Kundgebung.
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Rund 100 Personen nahmen an der Kundgebung teil.

Um die Mittagszeit liessen die Demonstrierenden rund 3000 schwarze Ballone aufsteigen. Damit symbolisierten sie die Verbreitung der Radioaktivität, wie der Waadtländer Grossrat und Präsident von «Strom ohne Atom», Christian van Singer, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Der überwiegende Teil der Demonstrierenden kam aus der welschen Schweiz.

Mit der Aktion sollte an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 20 Jahren erinnert werden. Der Basler SP-Nationalrat Rudolf Rechsteiner zeigte in einem Referat mögliche Alternativen zum Atomstrom auf. Er wies darauf hin, dass durch den Einsatz erneuerbarer Energien neue Arbeitsplätze entstehen könnten.

Neue Impulse

Die Berner Stadträtin Karin Gasser (Grüne) erwartet dank dem rot- grünen Wahlerfolg im Kanton Bern neue Akzente in der Energiepolitik. Sie forderte die neue bernische Regierung laut Communiqué zum Verzicht auf die Atomenergie auf.

Die BKW Energie AG als Betreiberin des Atomkraftwerks Mühleberg hat die Aktion auf ihrem Terrain bewilligt. Der Leiter des Werks, Patrick Miazza, sagte, die BKW stelle sich der demokratischen Debatte um die Kernkraft.

Es sei allerdings «absolut ungerechtfertigt», irgendwelche Parallelen zwischen dem Kernkraftwerk Mühleberg und Tschernobyl zu ziehen. Die Reaktortypen seien nicht vergleichbar; auch mit Blick auf den Betrieb und die strengen externen Kontrollen dürfe die Anlage in Mühleberg als sicher gelten.

(ht/sda)

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