Kunsthalle St.Gallen: «Dumm schauen und Kekse fressen»
publiziert: Montag, 9. Aug 2010 / 10:15 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Aug 2010 / 18:49 Uhr

Beni Bischof hat sich in den letzten Jahren mit witzigen und bildstarken Arbeiten einen Namen gemacht. Die Kunst Halle Sankt Gallen freut sich, mit «Dumm schauen und Kekse fressen» einem der aktivsten und produktivsten lokalen Künstler eine Plattform zu bieten. Die Ausstellung wird am 20. 8. um 18 Uhr eröffnet und dauert bis zum 31. 10. 2010. Mit der Ausstellung findet auch die Weltpremiere von HEYSCORE.COM statt.

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Weiterführende Links zur Meldung:

Beni Bischof
Webseite des Künstlers.
benibischof.ch

Lazermagazin
Handgemachtes Magazin mit einer Auswahl an Zeichnung, Kollagen und Fotos von Beni Bischof.
lasermagazin.ch

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k9000.ch

Bischofs Werk ist von intuitiven Gesten, zynischem Humor und offensichtlichem Hang zum Chaos geprägt und bewegt sich überwiegend innerhalb der klassischen Kunstgattungen Malerei, Skulptur und Zeichnung. Inhaltlich lässt sich der junge St. Galler Künstler nicht auf ein Thema reduzieren, trotz eines stark ersichtlichen Interesses an Pop und Underground.

Es ist nicht erstaunlich, dass Bischof alternative und effiziente Verbreitungsmöglichkeiten für seine Arbeit sucht, wie z.B. mit dem «Laser»-Magazin, das er als eine Art Galerie versteht und rund sechs Mal im Jahr in einer Auflage von 12 bis 80 Exemplaren als fotokopierte Zines publiziert. Auch zur Ausstellung erscheint eine Spezial-«Laser»- Ausgabe.

Die Dummheit der Menschen, die scheinbare Sinnlosigkeit und Lächerlichkeit unseres Tuns und die Öde des Alltags spielen eine zentrale Rolle in den Arbeiten Bischofs. Durch Kontextverschiebungen und häufig durch das Manipulieren und Verändern von bestehenden Dingen schafft der Künstler einen lebendigen und absurden Kosmos.

Als Inspiration und Ausgangsmaterial für seine scharfsinnig lustigen und gleichzeitig leicht verstörenden Arbeiten dienen ihm neben Musik und Literatur vor allem TV-Sendungen, Klatschhefte, der Nippes der Konsumgesellschaft und die unerschöpflichste Fundgrube: das Internet.

Unbekannte Seite des Künstlers

«Dumm schauen und Kekse fressen» ist die erste institutionelle Einzelschau von Beni Bischof. Neben kleineren Werken wird er vor allem installativ und grossflächig arbeiten und damit eine bisher kaum bekannte Seite seines Schaffens zeigen: Ein riesiger, begehbarer Gipshaufen ist zugleich Skulptur und Ausstellungsraum.

Mit einer Wandmalerei – einem Sternenhimmel aus Kaugummis, der das Trottoir quasi als romantisiertes Abbild in den Ausstellungsraum projiziert –, und einer raumfüllenden Zeichnungsinstallation weiss der Künstler die Grösse der Kunst Halle auszunutzen.

Gleichzeitig will er diese noch erweitern: Durch Teleskope, die selbst wie Skulpturen im Raum platziert sind, kann der Besucher einen Blick nach draussen werfen. Hinterhof und Nachbargebäude werden so zum erweiterten Ausstellungsraum. Auch sein eigenes Schaffen lässt Bischof genauer unter die Lupe nehmen, vielleicht um der Kekse-Fresserei und dem Dumm-Schauen ein Ende zu setzen.

Beni Bischof (*1976, St. Gallen) studierte an der Hochschule für Gestaltung, Zürich (heutige Zürcher Hochschule der Künste), sowie der Schule für Gestaltung St. Gallen. Einzelausstellungen des Künstlers fanden in folgenden Galerien und Institutionen statt: Sommer & Kohl, Berlin; o.T., Raum für Aktuelle Kunst, Luzern; Milieu Artspace/Galerie, Bern (2010); MURO, Genf (2009) sowie Kunstraum Schalter, Basel (2007). Des Weiteren war er an diversen Gruppenausstellungen beteiligt, unter anderem im Kunstraum Düsseldorf (2010); Perla Mode & Dienstgebäude, Zürich; CAPC Museum of Contemporary Art, Bordeaux; Bear Ridgeway Exhibitions, San Francisco (2010); Galerie Paul Hafner, St. Gallen; Sommer & Kohl, Berlin; Fotomuseum Winterthur; Cabaret Voltaire, Zürich; Kunstgriff, Art Books Store, Zürich (2009).

(*) HEYSCORE.COM ist eine Video-Game-Community im Internet, gegründet von Samuel Nyholm und Ola Werner Persson.

Führungen durch die Ausstellung

Dienstag, 14. September 2010, 18.30 Uhr
Sonntag, 17. Oktober 2010, 15 Uhr

Kunst über Mittag

Donnerstag, 23. September 2010, 12 Uhr
Führung mit anschliessendem Mittagessen, zubereitet von DMFA Union (Künstlerkollektiv von Barbara Signer, Beni Bischof, Georg Gatsas und Michael Bodenmann)

Die Kunst Halle Sankt Gallen wird gefördert von der Stadt St. Gallen, Kulturförderung Kanton St.Gallen, Swisslos, Migros-Kulturprozent, Fondation Nestlé pour l’Art (Partenariat), Martel AG, St. Galler Tagblatt. Das Vermittlungsprogramm wird ermöglicht von Raiffeisen:
Kunst Halle Sankt Gallen
Davidstrasse 40
CH-9000 St. Gallen

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 12 - 18 Uhr
Samstag und Sonntag 11 - 17 Uhr

(zel/news.ch mit Agenturen)

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