Kurde erdrosselt Ehefrau mit Fönkabel
publiziert: Freitag, 22. Aug 2008 / 17:53 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Aug 2008 / 19:45 Uhr

St. Gallen - Ein 34-jähriger Mann hat Anfang 2006 in St. Gallen seine gleichaltrige Ehefrau nach einem Streit mit dem Kabel eines Föns erdrosselt. Das Kreisgericht St. Gallen verurteilte ihn jetzt zu neun Jahren Freiheitsstrafe.

Das Kreisgericht St. Gallen verurteilte den Mann zu neun Jahren Freiheitsstrafe.
Das Kreisgericht St. Gallen verurteilte den Mann zu neun Jahren Freiheitsstrafe.
Das Gericht sprach den Kurden mit türkischer Staatsangehörigkeit der vorsätzlichen Tötung schuldig. Der in Deutschland wegen schweren Raubs vorbestrafte Mann war 2004 mit einem gefälschten Pass in die Schweiz eingereist. Kurze Zeit später lernte er eine Türkin kennen; Ende 2005 heirateten die beiden.

Doch in der Ehe gab es schon bald Probleme. Die Frau verdächtigte ihren Gatten, fremd zu gehen. Um ihm dies nachzuweisen, lockte sie ihn in eine Falle: Der Mann folgte dem unmoralischen Angebot zweier Brasilianerinnen, die von der Ehegattin angeheuert worden waren. Darauf verliess die Ehefrau ihren Mann.

Bei einem Gespräch zwischen den beiden kam es zum Streit. Der Mann drückte der Frau ein Kissen auf den Kopf. Danach nahm er ein Fönkabel, wickelte es seiner Frau viermal um den Hals und erdrosselte sie. Nach der Tat stellte er sich der Polizei.

Der Verteidiger des Kurden plädierte auf eine maximale Freiheitsstrafe von sechs Jahren wegen Totschlags. Sein Mandant habe im Affekt getötet. Das Kreisgericht stufte die Tat als vorsätzliche Tötung ein. Weiter sprach es der 13-jährigen Tochter des Opfers aus erster Ehe Schadenersatz und Genugtuung zu.

(smw/sda)

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