IS-Vormarsch
Kurden melden neue Erfolge gegen Terrormiliz Islamischer Staat
publiziert: Samstag, 30. Aug 2014 / 11:30 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Aug 2014 / 17:13 Uhr
In Sumar konnten Kurdische Peschmerga-Kämpfer Erfolge gegen die Terrormiliz verbuchen. (Archivbild)
In Sumar konnten Kurdische Peschmerga-Kämpfer Erfolge gegen die Terrormiliz verbuchen. (Archivbild)

Washington - Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nordirak melden die Kurden neue Erfolge. Kurdische Peschmerga-Kämpfer seien in den Ort Sumar eingedrungen, berichtete die irakische Nachrichtenseite Al-Mada am Samstag.

9 Meldungen im Zusammenhang
Die heftigen Kämpfe zwischen beiden Seiten gingen jedoch noch weiter. Die Kurden hatten vor einigen Tagen eine neue Offensive gegen die Extremisten begonnen.

Dabei werden sie von amerikanischen und irakischen Kampfjets unterstützt. Sumar liegt rund 70 Kilometer nordwestlich der Stadt Mossul, die ebenfalls von der Terrormiliz beherrscht wird.

Verkauf von Frauen

Die IS-Miliz soll dutzende jesidische Frauen aus dem Irak nach Syrien verschleppt und dort als Bräute an Dschihadisten verkauft haben. Es gebe mindestens 27 dokumentierte Fälle von Frauen, die für rund tausend Dollar an IS-Kämpfer verkauft worden seien, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag.

Insgesamt seien rund 300 Frauen und Mädchen im Irak entführt und als Kriegsbeute nach Syrien verschleppt worden. Das Schicksal der meisten von ihnen sei unklar.

Vor ihrem Verkauf seien die Frauen gezwungen geworden, zum Islam zu konvertieren, berichtete die Beobachtungsstelle weiter. Sie bezieht ihre Informationen von einem dichten Netz aus Informanten in Syrien.

Einige syrische Araber und Kurden versuchten den Angaben zufolge zwar noch, die Frauen zu kaufen und dann freizulassen. Doch habe der IS die Frauen nur an Kämpfer aus den eigenen Reihen verkauft.

Die Gläubigen der kurdischsprachigen Jesiden-Minderheit werden vom IS als Teufelsanbeter betrachtet und deshalb besonders unbarmherzig verfolgt. Vor der Syrischen Beobachtungsstelle hatten schon UNO-Vertreter und Jesiden berichtet, dass jesidische Mädchen und Frauen von IS-Kämpfern getötet oder gekidnappt worden seien.Unterdessen rief US-Aussenminister John Kerry zur Bildung einer weltweiten Allianz gegen die IS-Dschihadistengruppe auf und verglich deren Gewalttaten in Syrien und im Irak mit gezieltem «Völkermord».

In einem Gastbeitrag für die «New York Times» warb Kerry am Freitag für eine «gemeinschaftliche Antwort unter Führung der Vereinigten Staaten und mit dem grösstmöglichen Bündnis an Nationen».

Golfstaaten verurteilen Gewalttaten

Die Golfstaaten verurteilten Gewaltakte im Namen des Islam. Der Kooperationsrat der Arabischen Golfstaaten verbreitete am Samstag eine Protesterklärung gegen die Gräueltaten des IS.

«Wir verurteilen aufs Entschiedenste die Praktiken derjenigen, die den Islam als Vorwand zum Morden und Vertreiben nehmen», hiess es in der gemeinschaftlichen Stellungnahme aller Mitgliedstaaten bei einem Aussenministertreffen in Dschiddah. Dem Golf-Kooperationsrat gehören Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Katar, Bahrain und der Oman an.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
US-Präsident Barack Obama
Washington - US-Präsident Barack Obama will seine Strategie gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) am Mittwoch präsentieren. Dabei werde er «beschreiben, wie unser ... mehr lesen 1
Nach Angaben des irakischen Staatssenders al-Irakija wurden mindestens 100 IS-Kämpfer getötet. (Archivbild)
Genf/Bagdad - Irakische und kurdische Truppen haben ihre Offensiven gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nordirak fortgesetzt. Mehrere Orte konnten nach ... mehr lesen
Genf - Die Terrormiliz Islamischer ... mehr lesen 1
Gewalt ohne Ende.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Angela Merkel will den Irak aufrüsten. (Archivbild)
Berlin - Deutschland liefert den ... mehr lesen
Washington - Angesichts der Vertreibung zehntausender Christen und Jesiden ... mehr lesen
Die Angriffe seien mit Kampfjets vom Flugzeugträger «George H.W. Bush» geflogen worden. (Symbolbild)
Erste Luftintervention seit 2011
Washington - US-Präsident Barack ... mehr lesen
New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat Ölgeschäfte extremistischer ... mehr lesen
Al-Nusra Aktivisten besetzen Ölfelder
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
USA  Washington - Ein Metallteil, das über den Zaun des Weissen Hauses in Washington geworfen wurde, hat vorübergehend einen Alarm in der Residenz des US-Präsidenten ausgelöst. mehr lesen 
Achtens Asien Mit seinem Besuch in Vietnam hat US-Präsident Obama seine seit acht Jahren verfolgte Asienpolitik abgerundet. Die einstigen Todfeinde USA und ... mehr lesen  
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Der 63-Jährige erhielt beim Parteitag am ... mehr lesen
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 0°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregenschauer
Basel 3°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 1°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, wenig Schnee
Bern 1°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregenschauer
Luzern 3°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregenschauer
Genf 2°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen freundlich
Lugano 9°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten