Kurt Wasserfallen gestorben
publiziert: Samstag, 2. Dez 2006 / 11:42 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Dez 2006 / 17:24 Uhr

Bern - Der freisinnige Berner Finanzdirektor und Nationalrat Kurt Wasserfallen ist tot. Er starb in der Nacht im Alter von 59 Jahren, wie der Berner Gemeinderat mitteilte.

Seine Krankheit war für Kurt Wasserfallen nie ein Rücktrittsgrund.
Seine Krankheit war für Kurt Wasserfallen nie ein Rücktrittsgrund.
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Wasserfallen hatte seit Jahren an Krebs gelitten.

Mit Erschütterung habe der Gemeinderat vom Tod seines amtsältesten Kollegen Kenntnis nehmen müssen, heisst es in der Mitteilung der Stadtregierung.

Trotz seiner ernsthaften Erkrankung habe er mit dem ihm eigenen Optimismus bis zuletzt an seine Genesung geglaubt.

Stadtpräsident Alexander Tschäppät würdigte Wasserfallen als «animal politique». Wasserfallen habe mit offenem Visier für seine Überzeugungen gekämpft. Dabei habe er nach harten Auseinandersetzungen den Dialog «immer wieder aufgenommen».

Kritisierter Politiker

Wasserfallen wurde 1992 in den Berner Gemeinderat und 1999 in den Nationalrat gewählt. In der Stadtregierung war er zunächst Polizeidirektor. Wegen seines Vorgehens bei Kundgebungen und seiner Haltung in der Drogen- und Sicherheitspolitik geriet Wasserfallen immer wieder unter Beschuss.

Im Frühjahr 2003 wurde er vom Gemeinderat als Polizeidirektor abgesetzt und in die Finanzdirektion versetzt. Eine Parlamentarische Untersuchungskommission hatte Wasserfallens Führungsstil, sein Eingreifen bei Demonstrationen und seine mangelnde Kompromissfreude im Regierungskollegium kritisiert.

Als Finanzdirektor sah sich Wasserfallen als «Stachel im Fleisch von Rot-Grün», wie er zu sagen pflegte. Zu seinen Verdiensten zählte Wasserfallen auch die Einführung des Wegweisungsartikels in der Stadt Bern und des autofreien Bundesplatzes. Als Nationalrat setzte er sich unter anderem gegen die Legalisierung von Cannabis ein.

Zweimal kandidierte er für das Berner Stadtpräsidium, unterlag aber zunächst Klaus Baumgartner und beim zweiten Mal dem amtierenden Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät. Wasserfallen litt seit Jahren an Krebs. Ein Rücktrittsgrund war das für ihn nicht.

(fest/sda)

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