Kurth folgt in Neuenburg auf Studer
publiziert: Sonntag, 14. Okt 2012 / 15:14 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 14. Okt 2012 / 15:48 Uhr

Neuenburg - Der 45-jährige SP-Mann Laurent Kurth aus La Chaux-de-Fonds, der als Favorit angetreten war, ist am Sonntag für den zurückgetretenen Jean Studer (SP) in die Neuenburger Regierung gewählt worden. Die Wahlbeteiligung lag bei tiefen 23,96 Prozent.

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Kurth erhielt 21'040 Stimmen und lag damit deutlich über dem absoluten Mehr von 14'735. Sein 69-jähriger Herausforderer Louis Dubois von der «Entente Cantonale Neuchâteloise», die rechts von der Mitte politisiert, erreichte 8428 Stimmen.

Damit ändert sich nichts an der aktuellen Zusammensetzung der fünfköpfigen Kantonsregierung: Sie setzt sich aus drei FDP- und zwei SP-Mitgliedern zusammen.

«Mein Resultat ist ein Zeichen des Vertrauens», sagte der frisch gewählte Regierungsrat vor den Medien. «Es legitimiert mich, Reformen vorzuschlagen.»

Kurth, dem der Ruf eines kalten, distanzierten Technokraten anhaftet, leitete von 1994 bis 2004 das kantonale Arbeitsamt. Seit acht Jahren ist der ausgebildeter Ökonom Mitglied der Stadtregierung von La Chaux-de-Fonds, wo er das Amt für Wirtschaft unter sich hat.

Bald sind Gesamterneuerungswahlen

Wann der frisch Gewählte sein Amt als Regierungsrat antreten wird, ist noch nicht klar. «Laurent Kurth wird im November oder Dezember seine Funktion aufnehmen», sagte Regierungspräsident Philippe Gnaegi. In zwei oder drei Wochen wird die neue Regierung die Departementsverteilung vornehmen. Der abgetretene Studer hatte das Finanz- und Justizdepartement unter sich.

Viel Zeit, um sich einen Namen als Regierungsrat zu machen, hat der Neugewählte jedoch nicht. Denn bereits im April 2013 finden die kantonalen Gesamterneuerungswahlen statt.

Die Ersatzwahl wurde nötig, weil Jean Studer im April dieses Jahres zum neuen Bankratspräsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gewählt wurde. Um Interessenkonflikte in seiner neuen Funktion und jener als Neuenburger Finanzdirektor zu vermeiden, trat Studer per Ende Juli als Regierungsrat zurück.

(bert/sda)

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