Kurzschluss als Ursache
publiziert: Donnerstag, 23. Jun 2005 / 12:43 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 23. Jun 2005 / 13:07 Uhr

Bern - Ein Kurzschluss an der Übertragungsleitung von Amsteg UR nach Rotkreuz ZG ist Ursache der Strompanne der SBB vom Mittwochabend.

Der Kurzschluss in der Zentralschweiz ereignete sich um 17.08 Uhr.
Der Kurzschluss in der Zentralschweiz ereignete sich um 17.08 Uhr.
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Dieser löste eine fatale Kettenreaktion aus. Die SBB wollen darum ihr Stromversorgunsnetz ausbauen und enger verknüpfen. Die SBB haben kein Energie-, sondern ein Netzproblem, sagte Hansjörg Hess, Leiter Infrastruktur SBB, vor den Medien in Bern.

Der Kurzschluss an der Übertragungsleitung habe sich um 17.08 Uhr ereignet, als bereits die zwei anderen Leitungen durch das Urnerland wegen Bauarbeiten ausgeschaltet waren.

Schutzabschaltungen im südlichen Teil

Über diese Leitungen wird Energie aus SBB-Kraftwerken am Gotthard nach Norden geführt. Da diese Werke nur noch das Tessin versorgen konnten, kam es im südlichen Teil des Bahnstromnetzes zu Schutzabschaltungen. Die Kraftwerke Ritom TI und Göschenen UR sowie das Umformerwerk Giubiasco TI gingen automatisch vom Netz.

Diese Abschaltungen hätten dazu geführt, dass die Ursache der Störung zuerst irrtümlicherweise im Tessin vermutet worden war, wie Hess sagte. Kurz darauf schalteten sich auch die Kraftwerke Amsteg UR und Wassen UR ab, und ab 17.35 Uhr fuhr in den Kantonen Uri und Tessin kein Zug mehr.

Stromversorgung komplett zusammengebrochen

Wegen der Zweiteilung des Netzes war die Deutsch- und Westschweiz mit Strom unterversorgt. Danach seien die Anlagen reihenweise und die zwei Knotenpunkte zur Deutschen Bahn ausgefallen, sagte Hess. Um 17.47 Uhr brach die Stromversorgung komplett zusammen. Die genaue Ursache für den Kurzschluss konnte Hess nicht nennen.

Zur Verhinderung derartiger Pannen wollen die SBB ihr Stromnetz verbessern. Das Netz sei wegen der geringen Vermaschung strukturell schwach und weise eine geringe Ausfalltoleranz auf.

Weibel: "Unendlich peinlich"

SBB-Chef Benedikt Weibel war die Panne mit rund 1500 stecken gebliebenen Zügen - 7 davon in Tunnels - nach eigenen Worten "unendlich peinlich". Er wolle sich bei den betroffenen rund 200 000 Passagieren entschuldigen, sagte er. Die SBB hätten auch 200 000 "Sorry-Checks" im Wert von rund 3 Millionen Franken abgegeben.

Dazu seien nochmals "Kulanzlösungen" in der Höhe von 3 Millionen Franken gekommen. Die SBB hätten über 300 Übernachtungen organisiert und Personen mit Taxis und Bussen weitertransportert. Dabei wurden 250 Busse als Bahnersatz eingesetzt. Was die Strompanne gesamthaft kosten wird, konnte Weibel noch nicht sagen.

(rp/sda)

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