Kyoto-Protokoll ist bloss ein erster Schritt
publiziert: Mittwoch, 16. Feb 2005 / 07:34 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Feb 2005 / 13:10 Uhr

Nairobi - Nach jahrelangem Streit tritt heute das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung von Treibhausgasen in Kraft. Der Leiter des UNO-Umweltprogramms (UNEP), Klaus Töpfer, rief zu weiteren Anstrengungen für den Klimaschutz auf.

Klaus Töpfer verlangt weitere Anstrengungen für den Klimaschutz.
Klaus Töpfer verlangt weitere Anstrengungen für den Klimaschutz.
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"Wir können diesen Schritt nur in dem Bewusstsein feiern, dass wir noch viel mehr tun müssen, um Klimastabilität zu erreichen", schrieb Töpfer in einem Beitrag für mehrere internationale Zeitungen.

In Kyoto startete am Mittag eine Festveranstaltung mit Videoschaltungen unter anderem zu UNO-Generalsekretär Kofi Annan und der diesjährige Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai.

Das Kyoto-Protokoll soll den Ausstoss schädlicher Treibhausgase verringern. Vor 90 Tagen hatte Russland das Abkommen nach langem Zögern ratifiziert und damit das Inkrafttreten ermöglicht.

USA haben nicht unterzeichnet

Die Industrieländer verpflichten sich, den Ausstoss der Treibhausgase bis 2012 um gut fünf Prozent zu reduzieren. Die USA haben das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet. Töpfer verwies jedoch auf zahlreiche Klimaschutz-Aktivitäten einzelner US-Bundesstaaten.

Unter den 141 teilnehmenden Nationen befindet sich auch die Schweiz. Bundesrat Moritz Leuenberger würdigte das Inkraftreten des Protokolls am Dienstag als grossen Schritt im Kampf gegen Klimaänderungen.

Auch Leuenberger mahnt

Das Kyoto-Protokoll zeige zwar, dass die internationale Gemeinschaft fähig sei, auf die Klimaveränderungen zu reagieren. Weitere Anstrengungen seien jedoch nötig, mahnte Leuenberger. Ohne CO2-Abgabe könnten die Vorgaben nicht erfüllt werden, mahnten Umweltorganisationen, SP und Grüne.

Die Weltbank drängte unterdessen auf eine Weiterentwicklung des Kyoto-Protokolls, um den Handel mit Emissionsgutscheinen auf lange Sicht zu sichern. Umweltfreundliche Projekte in Entwicklungsländern brauchten von der Konzeption bis zur Fertigstellung im Durchschnitt fünf Jahre.

Emissionskredite nur bis 2012

Weil das Kyoto-Protokoll nach jetzigem Stand 2012 auslaufe, lasse das nur noch wenig Zeit, um Projekte zu starten, für die noch Emissionskredite geltend gemacht werden können. Die Kredite werden erst nach Inbetriebnahme der neuen Anlagen ausgegeben.

Industrieländer können ihre vereinbarten Emissionsreduktionen unter anderem erreichen, indem sie umweltfreundliche Projekte in Entwicklungsländern fördern und von diesen dadurch Emissionskredite erwerben. Die Weltbank schätzt, dass den Entwicklungsländern bis 2012 dadurch 25 Milliarden Dollar zufliessen können.

(fest/sda)

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