Längere Nachtruhe brächte mehr Flüge
publiziert: Montag, 3. Okt 2005 / 16:08 Uhr

Zürich - Eine längere Nachtflugsperre brächte der Bevölkerung um den Flughafen Zürich mehr Entlastung, als weniger Flüge.

Frühmorgens kurz vorm Aufwachen stören die Flugzeuge am meisten.
Frühmorgens kurz vorm Aufwachen stören die Flugzeuge am meisten.
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Dies geht aus der «Lärmstudie 2000» der ETH Zürich hervor, die vorgestellt wurde.

Besonders stark stören startende und landende Flugzeuge spätabends, wenn die Leute einschlafen wollen. Am unangenehmsten empfinden die Betroffen den Lärm aber frühmorgens, in der kostbaren Stunde, bevor der Wecker klingelt. Tagsüber stört der Fluglärm weniger - am meisten über Mittag.

Im Rahmen der «Lärmstudie 2000» befragten ETH-Forschende in den Jahren 2001 und 2003 gut 3000 Personen in 57 Gemeinden in einem 20-Kilometer-Radius um den Flughafen Zürich schriftlich und telefonisch.

Differenzierte Ergebnisse

Dabei stellten sie fest, dass sich erstens nicht zwingend die Personen am meisten belästigt fühlen, die tatsächlich dem meisten Lärm ausgesetzt sind, und dass zweitens Zeitpunkt und Stärke des Fluglärms grössere Auswirkungen haben als die Anzahl Überflüge. Im übrigen erfuhren sie, dass Fluglärm nicht störender empfunden wird als Strassenlärm.

Laut Katja Wirth Bürgel, Mitautorin der Studie, wird der Fluglärm als deutlich lästiger empfunden, wenn etwa plötzlich deutlich mehr Maschinen über den Ort fliegen als gewohnt. Auch Personen, die mit ihrem Wohnort generell unzufrieden sind und jene, welche den Flugverkehr ablehnen, reagieren empfindlicher.

Eigenheim-Besitzer empfindlicher

Weitere Faktoren sind etwa das Vertrauen in die Behörden und die Einschätzung der künftigen Entwicklung des Fluglärms. Und schliesslich spielt es eine Rolle, ob jemand Eigenheim-Besitzer ist oder zur Miete wohnt. Insgesamt spielt für die Beurteilung der Belästigung der reale Fluglärm nur zu rund 15 Prozent eine Rolle, wie Co-Autor Mark Brink sagte.

Wollte man also die Anwohner entlasten, wäre dies laut Studie am ehesten dadurch zu erreichen, dass man morgens die erste Maschine später starten oder landen liesse. Als die Erhebung durchgeführt wurde, dauerte die Nachtflugsperre von 00.00 bis 6.00 Uhr. Seither wurde sie um eine Stunde verlängert (23.00 bis 6.00 Uhr).

(fest/sda)

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