Lage im Südsudan eskaliert
publiziert: Samstag, 11. Jan 2014 / 11:21 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Jan 2014 / 11:26 Uhr
Flüchtlinge in der Hauptstadt Juba warten in einem Bus auf den Transport in ein Auffanglager.
Flüchtlinge in der Hauptstadt Juba warten in einem Bus auf den Transport in ein Auffanglager.

Seit Beginn des Bürgerkriegs steigt die Zahl der Flüchtlinge kontinuierlich an. World Vision organisiert wichtige Sofortmassnahmen.

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Seit Mitte Dezember 2013 herrscht im Südsudan Bürgerkrieg. Mit dem Ausbruch der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen sind mehr als 1?000 Menschen getötet und über 201?000 vertrieben worden. 85?000 Personen flüchteten in UN-Lager und 22?000 in umliegende Länder und viele in schlecht zuängliche Gebiete.

World Vision arbeitet seit 1972 mit wenigen Unterbrüchen im Land und ist bestens vernetzt. Nach einer kurzen Evakuation während der schweren Kämpfe in Juba sind die Mitarbeitenden von World Vision nun in die Hauptstadt zurückgekehrt, um die Hilfsleistungen für die Bedürftigen zu koordinieren.

Wichtige Soforthilfe für die Vertriebenen

Trotz Verhandlungen zwischen den zwei Parteien verschlechtern sich die Bedingungen für die geflohenen Menschen zunehmend. Beispielsweise sind sie in den Notunterkünften gezwungen Wasser direkt aus dem Nil zu trinken, was unter anderem schwere Durchfallerkrankungen zur Folge haben kann. Laut Prognosen der Vereinten Nationen soll sich die Zahl der Vertriebenen in den nächsten drei Monaten verdoppeln.

?World Vision plant, mit unmittelbarer Wasser- und Sanitärversorgung auf die Bedürfnisse der vertriebenen Bevölkerung zu reagieren sowie Hygiene-Kits zu verteilen. Kinder zu schützen sowie die Rechte von Kindern und Erwachsenen zu wahren hat in den Regionen Upper Nile und Unity ebenfalls Priorität?, sagt Abraham Nhial, Kommunikationsmanager von World Vision im Südsudan.

Hintergrundinfo zu den anhaltende Gefechten

In Juba und in anderen Teilen des Landes sind kürzlich wieder Gefechte ausgebrochen. Die Kämpfe zwischen den Truppen von Präsident Salva Kiir und einer Gruppierung um seinen Ex-Stellvertreter Riek Machar hatten im Dezember begonnen. Auch in anderen Teilen des erst seit Mitte 2011 unabhängigen Südsudan wurden neue Kämpfe gemeldet. Die Armee rückte nach Angaben ihres Sprechers auf die von den Rebellen kontrollierten Hauptstädte der nördlichen Bundesstaaten Unity und Upper Nile vor und bereitete sich auf die Rückeroberung von Bor, der Hauptstadt des Bundesstaats Jonglei, vor. Dagegen liefen laut dem Sprecher zwei Armee-Einheiten in der südlich von Juba gelegenen Stadt Yei sowie im bisher weitgehend ruhigen Bundesstaat Western Equatoria zu den Rebellen über.

(sk/World Vision)

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