Lahoud: «Israel setzt Phosphorbomben ein.»
publiziert: Montag, 24. Jul 2006 / 18:50 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Jul 2006 / 00:11 Uhr

Beirut - Der libanesische Präsident Emile Lahoud hat das israelische Militär beschuldigt, bei seiner Offensive im Libanon auch Phosphorbomben zu benutzen.

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Der libanesische Präsident Emile Lahoud hat das israelische Militär beschuldigt, bei seiner Offensive im Libanon auch Phosphorbomben zu benutzen.

Es sei fraglich, ob der Einsatz solcher Bomben gegen Zivilisten und Kinder nach der Genfer Konvention erlaubt sei, fügte Lahoud im Gespräch mit dem französischen Radiosender RFI hinzu.

Das Staatsoberhaupt gab keine näheren Erläuterungen zu dem Vorwurf ab, appellierte aber zugleich an die UNO, sich für ein Ende der israelischen Angriffe einzusetzen. «Das Massaker muss so schnell wie möglich gestoppt werden», sagte Lahoud. «Danach können wir über alles reden.»

Israel weist Vorwürfe zurück

Die israelische Armee wies die Anschuldigungen zurück. Mit den in Libanon eingesetzten Waffen verletzte das Militär keinerlei internationale Normen, sagte eine Sprecherin.

Die UNO hat derweil zu Soforthilfen in Höhe von 150 Millionen Dollar für die Bevölkerung im Libanon aufgerufen. Mit dieser Summe solle rund 800 000 Menschen in den kommenden drei Monaten geholfen werden, sagte der UNO-Vize-Generalsekretär Jan Egeland in Beirut.

Humanitäre Lage dramatisch

«Je länger die Auseinandersetzungen dauern, desto dramatischer wird die humanitäre Lage», warnte er. Libanon mache erneut einen «verheerenden Kreislauf der Gewalt» durch, «und die Zivilbevölkerung ist mittendrin gefangen».

Die israelischen Angriffe hätten in Wohngebieten und in wichtigen Teilen der zivilen Infrastruktur «enormen Schaden» angerichtet. Die Armee habe Kraftwerke, Häfen und Treibstofflager getroffen sowie «hunderte Brücken und praktisch alle Strassenverbindungen systematisch zerstört». Ganze Ortschaften im Süden des Libanon seien von der Aussenwelt abgeschnitten.

(ht/sda)

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