Lahoud ruft zum Dialog auf
publiziert: Samstag, 19. Mrz 2005 / 10:36 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Mrz 2005 / 11:51 Uhr

Beirut - Wenige Stunden nach einem Bombenanschlag nahe Beirut hat der pro-syrische Präsident Libanons, Emile Lahoud, die anti-syrische Opposition des Landes zum Dialog aufgerufen. Es gehe darum, Libanon zu retten, sagte Lahoud in Beirut.

Es gehe darum, Libanon zu retten, sagte Emile Lahoud in Beirut.
Es gehe darum, Libanon zu retten, sagte Emile Lahoud in Beirut.
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Zuvor waren bei einem Bombenanschlag in einem nördlichen Vorort von Beirut in der Nacht elf Menschen verletzt worden. Es war der erste Anschlag seit dem tödlichen Attentat auf den früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri am 14. Februar.

Der Sprengsatz sei in einem Auto vor einem mehrstöckigen Haus explodiert, teilte die Polizei mit. Die Fassade des Gebäudes wurde zerstört, in der Umgebung gingen Fensterscheiben zu Bruch, geparkte Autos wurden beschädigt. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag, der sich kurz nach Mitternacht (Ortszeit) ereignete.

Wachleute wachsam

Laut Augenzeugen wollte das Auto vor einer Bingo-Halle im überwiegend von Christen bewohnten Viertel Neu-Jeideh anhalten, wurde aber von Wachleuten zum Weiterfahren aufgefordert. Der Fahrer habe den Wagen dann in der Nähe abgestellt. Wenige Minuten später explodierte das Auto.

Seit dem Attentat auf Hariri befindet sich Libanon in einer schweren politischen Krise. Die Opposition beschuldigt das Nachbarland Syrien, hinter dem Anschlag auf Hariri zu stehen.

Damaskus bestreitet dies, geriet nach dem Mordanschlag international und im Libanon jedoch unter starken Druck, seine Truppen und Geheimdienstmitarbeiter abzuziehen. In dem kleinen Nachbarland hat Syrien seit 29 Jahren Truppen stationiert.

(fest/sda)

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