Die Tour de France ist so gut wie entschieden
Lance Armstrong hat die Tour im Griff
publiziert: Samstag, 21. Jul 2001 / 18:43 Uhr

Pla d'Adet - Die Tour de France ist eine Woche vor ihrem Ende so gut wie entschieden. Lance Armstrong gewann nicht nur die zweite Pyrenäen- Etappe auf Pla d'Adet überlegen vor Jan Ullrich, der Amerikaner eroberte auch die Führung im Gesamtklassement. Der Schweizer Hoffnungsträger Sven Montgomery musste einer Erkältung Tribut zollen und büsste als 50. mehr als 20 Minuten ein.

Die in der Hitze ausgetragene 13. Etappe, in der fünf schwere Pässe und eine knapp 10 km lange Schlusssteigung zu bewältigen waren, rückte die Kräfteverhältnisse endgültig ins rechte Licht. Der «Zufallsleader» François Simon (Fr) büsste über 13 Minuten ein und musste das Maillot jaune an Armstrong übergeben. Ullrich versuchte zwar erneut und diesmal mehrmals, Armstrong in Schwierigkeiten zu bringen, blieb aber wieder ohne Erfolg. «Ich bin an meine Grenzen gegangen. Mehr war nicht möglich», sagte der Deutsche.

Zudem stürzte Ullrich in der Abfahrt vom Peyresourde rund 40 km vor dem Ziel in eine Wiese. «Die Bremsen haben wohl nicht richtig funktioniert», sagte Ullrich. Doch auch ohne dieses Malheur hätte der Deutsche den Amerikaner nicht gefährden können. Vielmehr wartete Armstrong auf den Herausforderer und fragte ihn, ob alles in Ordnung sei.

Armstrong liess Ullrich 5 km vor dem Ziel stehen und vergrösserte den Gesamtvorsprung auf den schärfsten Konkurrenten auf über 5 Minuten. Ullrich gelang es immerhin, endlich den Spanier Joseba Beloki hinter sich zu lassen, womit er sich die Option gewahrt hat, die Tour wenigstens als Zweiter zu beenden. Ullrich liegt zwar im Gesamtklassement noch an 4. Stelle, aber den Kasachen Andrej Kiwiljew und Simon dürfte er schon heute (Sonntag) oder spätestens im Zeitfahren vom nächsten Freitag überholen.

Armstrong freilich ist auch für Ullrich ausser Reichweite. Nur eine Krankheit oder ein schwerer Sturz kann den Hattrick des 29- jährigen Amerikaners noch verhindern. Armstrong distanzierte im Finale auch noch den mehr als 160 km führenden Laurent Jalabert (Fr) und errang auf Pla d'Adet seinen insgesamt 10. Etappensieg in der Tour de France.

Er fühle sich so gut wie noch nie in einer Tour de France, sagte Armstrong hinterher, er habe sich aber noch nie so gut vorbereitet. Den Sieg widmete er seinem damaligen, vor sechs Jahren nach einem Sturz tödlich verstorbenen Teamgefährten Fabio Casartelli (It). Armstrong fuhr erstmals in einem Rennen am Gedenkstein des Strassen- Olympiasiegers von 1992 vorbei.

Dem Berner Sven Montgomery (25), dem im Vorfeld der Tour in den Bergen einiges zugetraut worden war, machte die am Dienstag auf Alpe d'Huez einfangene Erkältung doch mehr zu schaffen als er zunächst wahrhaben wollte. «Zwar sind die Schmerzen im Hals am Abklingen, dafür hatte ich heute aber keine guten Beine. Wegen der Erkältung konnte ich mich nicht mehr ausreichend erholen, sodass mir die Kraft fehlte», sagte der Schweizer nach der Dopingkontrolle. Montgomery büsste 20:57 ein und fiel im Gesamtklassement vom 15. auf den 19. Rang zurück.

(kil/sda)

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