Lancierung der Genfer Initiative verschoben
publiziert: Mittwoch, 5. Nov 2003 / 19:28 Uhr

Genf - Die Lancierung der Genfer-Initiative findet nicht wie geplant am 20. November statt. Vor der Feier in Genf wollen die beiden Parteien, Israelis und Palästinenser, den Text des Abkommens an alle Bürger verteilen.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey(Archiv)betont, dass die Genfer Initiative nicht im Widerspruch zur Road Map steht.
Bundesrätin Micheline Calmy-Rey(Archiv)betont, dass die Genfer Initiative nicht im Widerspruch zur Road Map steht.
Alessandro Delprete, Sprecher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), bestätigte die Verschiebung, die die Zeitung Le Monde anlässlich eines Gesprächs mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey erwähnte.

Ein neues Datum, das von den beiden Parteien bestimmt werden müsse, sei noch nicht festgelegt, sagte Delprete, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Nach Angaben von Le Monde beschlossen die beiden Parteien, mit der Lancierung zu warten bis der Text an alle israelischen und palästinensischen Haushalte verteilt ist. Damit soll die Diskussion über das Abkommen vor Ort gefördert werden. Der Text soll in drei Sprachen, Arabisch, Hebräisch, und Russisch, verteilt werden.

Calmy-Rey sagte gegenüber Le Monde, der Text solle als Referenz dienen, er stehe nicht im Widerspruch zur Road Map. Die Initiative sei Teil der Fiedensförderung, die die Schweiz in rund zehn Staaten unterstütze.

Die Genfer Friedensinitiative spricht alle strittigen Punkte zwischen Israel und Palästina an: Jerusalem, die heiligen Stätten, den palästinensischen Staat, die Anerkennung Israels, Sicherheitsvorkehrungen, die Rückkehr von Flüchtlingen und das Ende der Gewalt.

(tr/sda)

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