Landesweites Alarmsystem bei Kindsentführung ab 2010
publiziert: Donnerstag, 15. Okt 2009 / 16:21 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 15. Okt 2009 / 17:04 Uhr

Bern - Vermisste Minderjährige werden ab dem 1. Januar via Radio und Fernsehen, Autobahn-Anzeigetafeln sowie Durchsagen an Bahnhöfen und Flughäfen gesucht. Das neue, national koordinierte Alarmsystem wird bei Entführungen eingesetzt.

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Dabei entscheiden die ersten Stunden nach der Tat über den Fahndungserfolg und die Rettung des Opfers, teilten die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) und das Bundesamt für Polizei (fedpol) mit.

Deshalb würden die bestehenden Fahndungsmittel der Polizei mit einem System ergänzt, das «eine sofortige flächendeckende und systematische Verbreitung» von Informationen über eine Kindsentführung ermöglicht.

Den Alarm, der auch von den Nachrichtenagenturen weiterverbreitet wird, lösen kantonale Strafverfolgungsbehörden aus. Sie sind für den Inhalt der Alarmmeldung zuständig, die in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch verfasst wird.

Alarm für drei Stunden

Die Alarmmeldung wird während drei Stunden vermittelt, danach stoppt die Verbreitung automatisch, auch wenn Opfer und Täter nicht lokalisiert sind. Bei neuen Erkenntnissen kann ein Alarm um maximal zwei Stunden verlängert werden. Dank der Meldung sollen im fedpol bei einem Callcenter Hinweise aus der Bevölkerung eingehen.

Eine Studie bei Swisscom, Sunrise und Orange soll zeigen, ob die Alarme per SMS auf Mobiltelefone von freiwillig registrierten Benützern übermittelt werden könnten. Zudem wird geprüft, ob das System auch bei Entführungen von Erwachsenen eingesetzt und auf Grenzregionen ausgeweitet werden soll.

Auslöser war der Fall Ylenia

Den Anstoss für das Alarmsystem gab die Entführung der fünfeinhalbjährigen Ylenia am 31. Juli 2007 in Appenzell. Der Nationalrat überwies im April 2009 stillschweigend eine parlamentarische Initiative vom damaligen Ständerat und jetzigen Bundesrat Didier Burkhalter (FDP/NE).

Der Vorstoss forderte eine Partnervereinbarung als Grundlage für den Entführungsalarm. Der Bundesrat und die zuständigen Stellen der Kantone hatten daraufhin die Arbeit an dem Alarmsystem aufgenommen. Es orientiert sich an einem französischen Modell.

(sl/sda)

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