Kolumne
Langeweile in weiss
publiziert: Donnerstag, 5. Jun 2008 / 09:42 Uhr

Wieso ich lieber Fussball mag als Tennis, und warum Lacoste manchmal sexy sein kann.

Ist Tennis wirklich so schlimm?
Ist Tennis wirklich so schlimm?
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Aktive Zeitverschwendung

Ich mag Tennis nicht. Das ist nichts aussergewöhnliches, ich mag Sport generell nicht. Das einzige was ich als Kind freiwillig gemacht habe, war den Felgaufschwung üben und sporadisch fünf Minuten Rollerbladen im Quartier. Vielleicht könnte man noch das Bäumklettern hinzuzählen, damit wären wir dann aber garantiert am Ende.

Heute zwinge ich mich dazu, gelegentlich den einen oder anderen Fuss in den Akademischen Sportverein zu stellen, oder ins städtische Hallenbad zu tunken. Da ist aber nicht besonders viel Leidenschaft dabei. Es geht auch nicht darum, dass man schwitzt und scheisse aussieht, nein, ich finde Sport einfach langweilig.

Ich sehe Sport, wie übrigens auch Brettspiele, als eine Art sich von der Absurdität des Lebens abzulenken, oder wie mein guter Freund, der Militant sagen würde, Sexersatz. Will heissen: Aktive Zeitverschwendung. Wieso nicht lieber geniessen? Oder weiterbilden? Oder sogar Geld verdienen?

Die unerträgliche Langhaarigkeit des Tennisspielers

Genau deswegen mag ich auch Tennis nicht. Es ist langweilig. Selbst zum Zusehen. Beim Fussballgucken kommt immerhin etwas Stimmung auf, meistens durch die Kommentatoren, die intime Details über die Spieler preisgeben, solche die eigentlich niemanden interessieren, über die man dann aber gut smalltalken kann, mit fremden Menschen, die man an Partys trifft.

Manchmal auch durch die Vielfalt an absolut unzulässigen Haarschnitten. Kann jedenfalls Spass machen, gelegentlich. Tennis nicht. Da darf man ja nicht mal dazwischenrufen. Da herrscht Totenstille, hohe Konzentration und es gibt Regeln ohne deren Verständnis das Ganze wirkt wie die Endlosschlaufe eines Déjà-vues. Zudem gehört Tennis mit Golf und Polo zu denjenigen Sportarten, die ich mit Lacoste-Shirts-tragenden Muttersöhnchen assoziiere. Da muss alles sauber sein, aristokratisch weiss, nichts mit richtigen Männern, die auch mal hinfallen und sich dreckig machen.

Match Point

Auch auf schlechte Haarschnitte wartet man vergeblich. Im Tennis scheint der Konsens zu herrschen, Haare schneiden sei was fürs Proletariat. Die goldenen Jungs bevorzugen es, ihre glänzende Mähne ungeschnitten zu präsentieren, auch wenn der Glanz eher vom Schweiss kommen dürfte, als von hochwertigen Haarprodukten.

Neulich wurde mir mein Tennis-Degout allerdings beinahe zum Verhängnis. Nämlich, als sich mein attraktives, und wenig behaartes Gegenüber unverhofft als Tennisspieler outete. Da half nur der notgedrungene Themenwechsel zu Yakins neustem Haarschnitt. Sonst hätte ich nie erfahren, wie gut das Lacoste-Parfum riecht und wie sich ein Tennisarm anfühlt…

(von Un(i)geziefer/studisurf.ch)

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