Olympia: Langlauf 30/50 km
Langlauf-Duell Veerpalu gegen Mühlegg
publiziert: Freitag, 22. Feb 2002 / 10:23 Uhr

Soldier Hollow - Mit den Wettkämpfen über die beiden längsten Distanzen von 30 und 50 km wird an diesem Wochenende in Soldier Hollow das Olympia-Programm der Langläufer abgeschlossen. Bei den Männern kommt es zum grossen Duell des zweifachen Goldmedaillengewinners Johann Mühlegg (Sp) und dem 15-km-Champion Andrus Veerpalu (Est). Bei den Frauen müsste jeder Tipp auf die Russinnen lauten.

Das Schweizer Aufgebot umfasst bei den Männern Wilhelm Aschwanden, Reto Burgermeister und Patrick Rölli. Bei den Frauen wagen sich Natascia Leonardi Cortesi und Laurence Rochat in die längste Distanz.

Aune vor Vertragsverhandlungen

Nicht nur die topographischen Anforderungen, sondern auch die Höhenlage von knapp 1800 m machen den 50-km-Marathon der Männer zu einem der schwierigsten Wettkämpfe, die im Langlauf jemals ausgetragen worden sind. Es ist jetzt schon abzusehen, dass die Schnellstarter ins eigene Verderben laufen. Jene, die das Rennen von rund 2:15 Stunden Dauer etwas vorsichtiger angehen, stehen dafür vor einem anderen Problem. Sie dürfen sich durch ihre Rückstände auf die momentan Besten nicht ins Bockshorn jagen lassen.

"Je weniger Kräfte ein Athlet auf den ersten 20 km verschleudert, desto mehr profitiert er am Schluss", hält Ulf Morten Aune fest, der Trainer der Schweizer Langläufer. Dass in der trockenen Höhenluft die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme besonders wichtig ist, braucht nicht speziell betont zu werden. Der Norweger verfügt bei Swiss-Ski übrigens über einen bis Ende des nächsten Winters gültigen Vertrag. Die Verantwortlichen des Verbandes haben Aune in diesen Tagen ein neues, bis Turin 2006 gültiges Angebot gemacht.

Kaum Wunder zu erwarten

In einer Ausdauerprüfung dieses Kalibers sind Wunder wie in der Frauen-Staffel weniger zu erwarten. Dennoch ist davon auszugehen, dass sich Wilhelm Aschwanden, Reto Burgermeister und Patrick Rölli von der Bronzemedaille inspirieren lassen. Burgermeister hat bei Grossanlässen erst einmal, vor vier Jahren in Nagano, die 50 km absolviert (49. Platz). Dem Zürcher Oberländer wird vor allem in den kommenden Jahren noch eine wesentliche Steigerung zugetraut. Rölli gilt als Langstrecken-Spezialist. Der Horwer startet mit einer zusätzlichen Wut im Bauch, weil ihm sein bester Freund Patrik Mächler mit seinem schwer verständlichen Verhalten in der Staffel eine Startgelegenheit vermasselt hat.

Bei den Frauen nimmt Natascia Leonardi Cortesi am Sonntag bereits ihr viertes Rennen dieser Winterspiele in Angriff. Die Tessinerin hofft, ihre starke Saison mit einem weiteren guten Ergebnis zu untermauern. Die in Poschiavo wohnhafte Tessinerin wird auch nach Abschluss dieses Winters nicht zur Ruhe kommen. Sie schwankt im Moment zwischen den Möglichkeiten, in Grönland einen Wettkampf über 160 km zu bestreiten oder in Indien ein Langlauf- Abenteuer wahrzunehmen. Bei Laurence Rochat, die in Soldier Hollow ihren ersten Olympia-Wettkampf über 10 km hatte aufgeben müssen, handelt es sich um eine Zugabe.

Mit Per Elofsson

Beide haben im Verlaufe der letzten zwei Wochen bei Olympia nur zwei Wettkämpfe bestritten. Mühlegg siegte zweimal, Veerpalu einmal; der Este lief dazu auf seiner Staffel-Teilstrecke Bestzeit. Zwischen diesen beiden Athleten wird voraussichtlich die Entscheidung darüber fallen, wer der Langlauf-König dieser Spiele ist. Die 50 km haben halt noch immer den Flair des Aussergewöhnlichen, auch wenn die heroischen Zeiten schon eine Weile zurückliegen.

Die weiteren Medaillenanwärter sind an einer Hand abzuzählen. Sie heissen Michail Botwinow (Ö), Alexej Prokurorow und Michail Iwanow (beide Russ), Erling Jevne und Frode Estil (No). Nachdem er in der Staffel wegen einer Erkältung passen musste, will auch Per Elofsson (Sd) die Marathondistanz in Angriff nehmen. Alle anderen Konkurrenten sind den Aussenseitern zuzuordnen, deren Aussichten steigen, wenn die Serviceleute bei der Skipräparierung eine gute Hand bewiesen. Den Wetterprognosen zufolge ist mit hohen Temperaturen und damit nicht ganz einfachen Wachsverhältnissen zu rechnen.

Bei den Frauen haben in der Vergangenheit die Russinnen die längste Distanz dominiert, die vor Jahresfrist bei der WM in Lahti (Fi) wegen zu tiefen Temperaturen nicht ausgetragen werden konnte. Es bleibt abzuwarten, wie die Tschepalowa, Danilowa und Gawriljuk das Staffel-Forfait verschmerzt haben. Ihre grosse Gegnerin ist Bente Skari. Die Norwegerin soll Trainer Tor Arne Samdal ganz gehörig die Meinung gesagt haben, weil sie nicht für den Sprint nominiert wurde.

(Toni Nötzli, Soldier Hollow /sda)

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