Ski nordisch: Langlauf-Weltcup Davos
Langlauf-Weltcup Davos: Männer-Staffel holte sich das Olympiaticket
publiziert: Sonntag, 16. Dez 2001 / 14:28 Uhr

Davos - Die Schweizer Männer-Staffel holte sich beim Langlauf-Weltcup in Davos das Olympiaticket für Salt Lake City. Patrik Mächler, Reto Burgermeister, Wilhelm Aschwanden und Gion-Andra Bundi erfüllten mit dem 8. Platz eben noch die Vorgabe.

Die Schweizerinnen hingegen erreichten unter 13 A-Teams nur den 12. Rang und müssen die Olympia-Selektion weiterhin durch Einzelergebnisse anstreben.

Für Brigitte Albrecht Loretan gab es wenigstens in der Staffel ein kleines Erfolgserlebnis. Die Oberwalliserin, am Samstag nur 65., erzielte auf ihren 5 km in der freien Technik die sechstbeste Zeit aller Läuferinnen. Vielleicht verschafft diese Leistung Albrecht jene Befreiung, die sie endlich wieder einmal ruhig schlafen lässt. Die in ihrem 31. Altersjahr stehende Athletin hat sich selbst einen dermassen grossen Druck auferlegt, dass sie mittlerweile unter Mithilfe eines Psychologen und mit der Suche nach Wasseradern versucht, ihren Schlafstörungen auf die Spur zu kommen.

Andrea Huber, Natascia Leonardi und Andrea Senteler blieben deutlich im Schatten Albrechts. Laurence Rochat stand nicht zur Verfügung. Die Atembeschwerden der Westschweizerin sind trotz der Anwendung neuer Medikamente nicht behoben. Am Samstag gab Rochat im Einzelrennen nach 3 km auf, nachdem sie wegen ihrer beschränkten Sauerstoffaufnahme Sterne sah. Falls die Langläuferinnen bis Mitte Januar die Olympia-Selektion nicht durch Einzelergebnisse schaffen, wäre es das erste Mal seit 1984 in Sarajevo, dass die Schweiz keine Frauen-Staffel stellt. Minimalziel erfüllt Mit ihrem 8. Rang haben die Schweizer Langläufer das Minimalziel erfüllt. In der Staffel lief alles günstig für sie, indem Patrik Mächler inmitten der Verfolger an 8. Stelle zur Übergabe zurückkehrte. Reto Burgermeister, der am Samstag als 30. einen Weltcup-Punkt gutgeschrieben erhielt, gelang die Verbesserung auf Rang 7. Nach Wilhelm Aschwanden auf dem dritten Abschnitt lag die Schweiz sogar an sechster Stelle. Weil der Abstand auf die weiteren Gegner gross war, geriet die Olympia-Qualifikation nicht in Gefahr, obwohl Gion-Andrea Bundi noch den Gegnern aus Frankreich und Japan noch den Vortritt lassen musste. Mächler, Aschwanden und Bundi waren am Samstag zwecks Schonung nicht eingesetzt worden.
Das Ergebnis der Schweizer Staffel bedeutet den Ausbau des Langlauf-Aufgebotes für Salt Lake City auf fünf Athleten. Mächler, Burgermeister und der Sprinter Christoph Eigenmann hatten in den vergangenen Wochen mit ihren Einzelergebnissen das Olympia-Ticket geholt. Jetzt können sich auch Aschwanden und Bundi mit der Reise nach Salt Lake City befassen.

Skandinavier dominierten

Die Wettkämpfe im Flüelatal hatten ganz im Zeichen der Skandinavier gestanden. Über 15 km der Männer hatte der Klassisch-Spezialist Erling Jevne im Alter von 35 Jahren den dritten Weltcup-Erfolg seiner Laufbahn gefeiert. Der Athlet aus Lillehammer, 1998 in Nagano Silbermedaillengewinner über 30 km, hatte sich in seinem Heimatland vor allem als Sieger des Holmenkollen-Marathons im März 1996 einen Namen geschaffen.
In der Staffel erlitten die erfolgsverwöhnten Norweger allerdings eine Niederlage. Der Weltcup-Leader Per Elofsson führte die Schweden auf den letzten 10 km mit der besten Laufzeit zum ersten Erfolg eines Sverige-Teams seit dem 14. März 1999, als es in Falun einen Heimerfolg gegeben hatte.

Bente Skari gewann zweimal

Bei den Frauen erwies sich die zweifache Weltmeisterin Bente Skari als zweifache Matchwinnerin. Die Norwegerinnen feierte am Samstag über 10 km einen überlegenen Triumph mit 42 und mehr Sekunden Vorsprung auf die Gegnerinnen. In der Staffel wiesen die Norwegerinnen eine Reserve von über einer halben Minute auf, nachdem Skari auf dem zweiten Abschnitt erneut ihre Klasse in der klassischen Technik aufgezeigt hatte. Für die Norwegerinnen handelte es sich um den ersten Erfolg in einer Weltcup-Staffel seit fünf Jahren. Im Dezember 1996 war ebenfalls Davos der Schauplatz eines Staffel-Sieges der Norwegerinnen und eine der seltenen Niederlagen der Russinnen gewesen.

(sda)

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