Latours Reaktion auf die Pfiffe im Letzigrund
publiziert: Mittwoch, 31. Okt 2007 / 00:01 Uhr

Während Basel seine Erfolgsserie in der 14. Runde der Axpo Super League fortsetzen möchte, wollen Sion, St. Gallen, Zürich, die Grasshoppers und Luzern den negativen Trend stoppen.

Hanspeter Latour fordert von seiner Mannschaft «einen erfrischenderen Auftritt».
Hanspeter Latour fordert von seiner Mannschaft «einen erfrischenderen Auftritt».
Der FC Basel scheint derzeit von nichts und niemandem zu stoppen. 21 Treffer erzielten die Basler in den letzten sieben Partien und überholten und distanzierten mit 19 Punkten in dieser Phase Meister und Erzrivale FCZ (13 Zähler) um drei Einheiten.

Hätte Zürich im direkten Duell durch Eric Hassli nicht in letzter Sekunde noch den Ausgleich geschafft, würde die Differenz zwischen dem Leader und dem Verfolger bereits sechs Zähler betragen. Das Team von Christian Gross hat die Kadenz deutlich erhöht, und die Konkurrenz kann auf nationaler Ebene offensichtlich im Moment nicht mithalten. «Wir wollen auf Erfolgskurs bleiben», so die unmissverständliche Parole aus Basel.

Trotz dem 4:0-Erfolg am Sonntagabend gegen die Young Boys erlitten die Basler in diesem Spiel auch (Rück-)Schläge. Benjamin Huggel, der mit zunehmender Dauer der Saison zur zentralen Figur im Mittelfeld wurde, fehlt dem FCB nach dem brutalen Ellbogenschlag von Kamil Zayatte.

Wie stabil die Equipe des Leaders ohne den Rückkehrer aus Frankfurt ist, wird sich beim Auftritt gegen Sion im Tourbillon zeigen. Gross wird wohl Captain Ivan Ergic ins defensive Mittelfeld zurückziehen.

Das Heimstadion Sions ist längst nicht mehr die gefürchtete Festung, in der Basel vor sechs Jahren mit einer 1:8-Klatsche abreisen musste. Dreimal blieb das Team von Alberto Bigon vor eigenem Anhang in dieser Saison ohne Punkte. Weitere «Nuller» dürfte der anspruchsvolle Präsident Christian Constantin kaum goutieren.

Duell zweier Konkurrenten

Zum Duell zweier Konkurrenten in Bezug auf den Abstiegskampf kommt es im Letzigrund zwischen den Grasshoppers und Luzern. Die Zürcher setzten sich zuletzt in kleinen Schrittchen vom Tabellenende ab, sind diesem aber noch immer ungemütlich nahe.

GC liegt zwar nur zwei Punkte vor Schlusslicht St. Gallen, hat aber auch nur einen Rückstand von zwei Zählern auf Neuchâtel Xamax, das auf dem 5. Rang liegt, den die Hoppers zum Saisonziel erklärt haben.

Hanspeter Latour verstand die Pfiffe der Zuschauer nach dem 1:1 gegen Aarau als klares Signal. Er fordert von seiner Mannschaft «einen erfrischenderen Auftritt». Noch ist GC in der neuen Heimat Letzigrund sieglos, und mindestens bis zum Winter könnten sie auch keine «grossen Sprünge machen», sagt Latour.

Zu eingeschränkt sieht der Berner die personellen Möglichkeiten mit dem aktuellen Kader. In der nächsten Transferperiode fordert der Trainer deshalb die Verpflichtung eines Stürmers und eines Mittelfeldspielers.

Dem FCZ läufts nicht wie gewünscht

Nicht wie gewünscht läufts derzeit dem FC Zürich -- trotz Platz 2 in der Tabelle, dem 2:1-Erfolg im UEFA-Cup bei Sparta Prag und dem Weiterkommen im Swisscom Cup. Vor allem auf fremdem Terrain läuft es dem Meister in dieser Saison noch nicht.

Nur in Sion (5:0) war das Team von Bernard Challandes siegreich; in Thun, Luzern, Aarau und Neuenburg remisierte der FCZ jeweils. «Es ist sicher nicht einfach mit unserem Kader, aber wir müssen positiv bleiben», erklärte Challandes.

In der Winterpause sollen neue Spieler verpflichtet werden. Fredy Bickel weilte am Wochenende in Tunesien und sah unter anderen Amine Chermiti (19/Tun) und Gilson Da Silva (20/Kapverdische Inseln) von Etoile du Sahel im afrikanischen Champions-League-Final.

Ausgerechnet gegen den FCZ erlebt St. Gallens neuer Trainer Krassimir Balakov nun seine Premiere mit den Ostschweizern. Bei den Grasshoppers war der Bulgare just vor dem Derby im Hardturm, dem letzten, für GC unbedeutenden Saisonspiel notabene, doch noch ungebührend verabschiedet worden. «Dieses Spiel wird für uns nun noch schwieriger», sagte Challandes. Die Gegner hätten auch gesehen, dass sein Team in Thun zu passiv gespielt und zu viele Zweikämpfe verloren habe.

Die Spiele der 14. Runde in der Axpo Super League vom Mittwoch im Detail:

Grasshoppers - Luzern (bisher 3:3). -- 19.45 Uhr (live Teleclub). -- Abwesend: Ricardo Cabanas, Jakupovic, Sutter (alle verletzt); Bader (gesperrt), Lustrinelli, König (beide verletzt). -- Fraglich: keiner; Felipe, Clemente. -- Statistik: Die Grasshoppers haben nach vier Niederlagen de suite zuletzt dreimal nicht verloren. Luzern ist seit vier Spielen ohne Sieg. Die einzigen beiden Saisonerfolge erzielten die Innerschweizer auf fremdem Terrain. GC gewann zuhause die letzten fünf Vergleiche mit Luzern mit dem Torverhältnis von 20:2. Seit dem Wiederaufstieg 2006 holte der FCL gegen GC nur beim 3:3 in dieser Saison einen Punkt.

Sion - Basel (2:3). -- 19.45 Uhr (live Teleclub). -- Abwesend: Vanczak (gesperrt), Bühler, Di Zenzo, Dominguez, M´Futi, Nwaneri, Wicky (alle verletzt); Malick Ba, Carignano, Huggel, Nakata (alle verletzt). -- Fraglich: Chipperfield. -- Statistik: Die einst heimstarken Sittener sind derzeit im eigenen Stadion mit sieben Punkten aus sechs Spielen das zweitschwächste Heimteam der Liga. Basel gewann die letzten drei Partien und ist seit sieben Spielen ungeschlagen. Allerdings gab es bei den letzten beiden Auftritten im Tourbillon keinen Sieg für den FCB.

St. Gallen - Zürich (1:3). -- 19.45 Uhr (live Teleclub). -- Abwesend: Alex, Callà, Haas (alle verletzt); Aegerter, Barmettler, Kondé, Stanic, Staubli (alle verletzt). -- Fraglich: keiner; Lampi. -- Statistik: Die St. Galler sind seit drei Partien ohne Sieg, holten aber zehn von elf Punkten im Espenmoos. Der FCZ ist auswärts deutlich schwächer als zuhause; die Zürcher holten auf fremdem Terrain bisher nur einen Sieg. Auf dem Espenmoos gewann Zürich sieben der letzten zehn Partien, zweimal siegte St. Gallen.

Rangliste (je 13 Spiele):
1. Basel 29. 2. Zürich 26. 3. Young Boys 22. 4. Sion 17. 5. Neuchâtel Xamax 15. 6. Luzern 14. 7. Thun 13 (14:17). 8. Grasshoppers 13 (20:25). 9. Aarau 13 (16:21). 10. St. Gallen 11.

(smw/Si)

 
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