Lauter Tessiner Hahn muss in schalldichte Zelle
publiziert: Freitag, 4. Jul 2008 / 14:30 Uhr

Bellinzona - Das Tessiner Verwaltungsgericht hat einen 5-jährigen Hahnenkampf in der Gemeinde Sant'Antonio beendet: Der Güggel, dessen Krähen einigen Einwohnern auf den Wecker ging, darf im Dorf bleiben. Aber er wird nachts in eine schalldichte Zelle eingesperrt.

Der Hahn wird von 22 bis 7 Uhr in die Zelle gesteckt . (Archivbild)
Der Hahn wird von 22 bis 7 Uhr in die Zelle gesteckt . (Archivbild)
Er habe sich bei diesem Kompromiss auf ein Urteil aus dem Kanton Zürich gestützt, bestätigte Gerichtspräsident Lorenzo Anastasi am Freitag Meldungen des «Corriere del Ticino» und des «Blick».

Der Besitzer des Hahns muss nun eine schalldichte, Licht undurchlässige Box bauen. Deren Wände müssen mindestens acht Zentimeter dick sein und mit Glaswolle isoliert werden. So dass wirklich kein Laut nach draussen dringt.

Gewährleistung der Nachtruhe

Mit dieser Massnahme soll die Nachtruhe in Sant'Antonio im Morobbia-Tal gewährleistet werden. Gestört fühlten sich vor allem die Nachbarn des Bauern. Im Jahr 2003 reklamierte das Ehepaar wegen des lauten Federviehs erstmals bei den Gemeindebehörden.

Zwei Jahre und unzählige Beschwerden später wurde der Bauer aufgefordert, seinen Hahn in einem Hühnerstall unterzubringen. Doch diese Massnahme war für die Katz: Der Hahn krähte munter weiter, oft auch mitten in der Nacht.

Genervte Nachbarn

Die genervten Nachbarn protestierten erneut. Am 18. Juli 2007 ordnete die Gemeinde an, das Tier innert zehn Tagen zu entfernen. Gegen diese Verfügung protestierte der Besitzer mit einer Einsprache beim Staatsrat, der ihm im September 2007 Recht gab.

Die Nachbarn wiederum reichten gegen den Entscheid des Staatsrates eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein. Richter Anastasi hofft nun, mit seinem Kompromiss den Hahnenkampf beendet zu haben.

(dl/sda)

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