Lawrow und Clinton uneinig im Syrienkonflikt
publiziert: Samstag, 8. Sep 2012 / 12:34 Uhr
Der «konfrontative Schritt» trage nicht zur Lösung bei, sagte Sergej Lawrow. (Archivbild)
Der «konfrontative Schritt» trage nicht zur Lösung bei, sagte Sergej Lawrow. (Archivbild)

Wladiwostok - Im Syrienkonflikt hat Russlands Aussenminister Sergej Lawrow die geplante Bildung einer Übergangsregierung durch die Opposition in Damaskus scharf kritisiert. Der «konfrontative Schritt» trage nicht zur Lösung bei, sagte er am Samstag nach einem Treffen mit US-Aussenministerin Hillary Clinton.

10 Meldungen im Zusammenhang
Zugleich sprach sich Lawrow für ein Treffen aller Oppositionskräfte in Damaskus aus. Dabei sollten sich die Gegner von Präsident Baschar al-Assad auf eine gemeinsame Position einigen. Der Minister forderte zudem, die Opposition solle einen Verhandlungsführer für Gespräche mit der Regierung ernennen.

«Das ist eine wirkliche Alternative zu einer Fortsetzung des Krieges bis zum Ende», sagte Lawrow. Er warf dem Westen erneut vor, die Rebellen aufzuhetzen. Zudem kritisierte Lawrow die «einseitigen» US-Sanktionen gegen Syrien und den Iran. Die Strafmassnahmen würden zunehmend auch russische Unternehmen und Banken schädigen, betonte er. Dies sei «unzulässig».

Er habe Clinton gegenüber betont, Russland werde sich dafür einsetzen, «dass der UNO-Sicherheitsrat die Erklärung von Genf annimmt», sagte Lawrow weiter. Clinton sagte bei dem Treffen laut US-Diplomaten, die USA seien zur Debatte über eine UNO-Resolution auf der Grundlage der Genfer Pläne bereit. Der Text müsse jedoch Sanktionsdrohungen gegen die Führung Assads beinhalten.

Die UNO-Vetomächte und mehrere arabische Staaten hatten sich Ende Juni in Genf unter Vermittlung des früheren Syrien-Sondergesandten Kofi Annan darauf verständigt, dass einer möglichen Übergangsregierung in Syrien auch Vertreter der Führung von Assad angehören könnten.

Clinton trifft Putin

Bei dem bilateralen Treffen am Rande des Wirtschaftsforums APEC nahe der ostrussischen Stadt Wladiwostok hatte Clinton bei Lawrow für mehr Druck auf Assad geworben. Auch mit Kremlchef Wladimir Putin wollte Clinton zu einem kurzen Vier-Augen-Gespräch zusammenkommen.

Russland ist einer der letzten Verbündeten Assads. Gemeinsam mit China blockierte das Land bereits mehrfach Resolutionsentwürfe des UNO-Sicherheitsrats zur Verurteilung des gewaltsamen Vorgehens von Assads Truppen gegen Regierungsgegner.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau/Beirut/Tel Aviv - In den Bemühungen um ein Ende des syrischen Bürgerkriegs ... mehr lesen
Der Plan von Kofi Annan ist auch von Russland akzeptiert worden.
New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat dem neuen Syrien-Sonderbeauftragten Lakhdar Brahimi seine Unterstützung ... mehr lesen
Dem neuen Syrien-Sondergesandten wurde die Unterstützung zugesichert.
Der Syrienbeauftragte der UNO, Lakhdar Brahimi, berichtete heute vor dem Sicherheitsrat über seinen Besuch in Syrien.
New York - Der neue internationale Syrien-Beauftragte, Lakhdar Brahimi, hat am Montag erstmals den UNO-Sicherheitsrat ... mehr lesen
Dubai - Die Revolutionsgarden des Iran sind nach eigenen Angaben mit Beratern in Syrien vor Ort. Militärische Unterstützung ... mehr lesen 1
Der Iran ist einer der wenigen und zugleich wichtigsten Verbündeten von Präsident Baschar al-Assad. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
US-Aussenministerin Hillary Clinton
Wladiwostok - Die USA wollen im Fall einer weiteren Blockadehaltung Russlands im Syrien-Konflikt notfalls mit gleichgesinnten ... mehr lesen
Genf - Syriens Präsident Baschar al-Assad hat Erleichterungen für die Arbeit von Helfern des Internationalen Roten Kreuzes ... mehr lesen
Assad hat zugestimmt, dass es nötig ist, die humanitäre Hilfe in Syrien dringend zu verstärken. (Archivbild)
Hunderte Soldaten seien mit 200 Panzern ausgerückt. (Archivbild)
Damaskus - Der russische Präsident Wladimir Putin hält am syrischen Machthaber ... mehr lesen
Brüssel - Die Gespräche von US-Aussenministerin Hillary Clinton in China haben keinen Durchbruch gebracht. Zu ... mehr lesen
Clinton rief China zu Verhandlungen mit der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN auf. (Archivbild)
Dutzende Tote bei schwerem Artilleriebeschuss in Aleppo.
Aleppo/Ankara/Peking - Dutzende Menschen sind am Mittwoch in der nordsyrischen Grossstadt Aleppo durch heftigen ... mehr lesen
Chilenische Botschaft in Tel Aviv
Chilenische Botschaft in Tel Aviv
Nahost  Santiago de Chile/Lima - Die Zahl der Toten der jüngsten Offensive im Nahost-Konflikt steigt auf über 1200. Chile und Peru haben wegen der Verschärfung der israelischen Militäroperationen im Gazastreifen ihre Botschafter in Israel zu Konsultationen zurückgerufen. 
Schwerste Angriffe in Gaza seit Beginn der israelischen Offensive Gaza-Stadt - Nach der schlimmsten Bombennacht seit ...
Heftige israelische Angriffe auf Gaza Gaza-Stadt - Die israelische Armee hat am späten Montagabend und in der Nacht zum ... 2
Mercosur  Caracas - Die fünf Länder des südamerikanischen Staatenbundes Mercosur wollen die ...  
Mercosur-Hauptquartier in Montevideo, Uruguay.
Zhou Yongkang.
China  Peking - China hat erstmals ein Korruptionsverfahren gegen ein ehemaliges Mitglied des ...  
Titel Forum Teaser
  • royalbobcat aus Sutz 6
    Schöne Bescherung Hallo Kassandra, Bin kein Blocher Fan ganz und gar nicht, aber ... gestern 20:41
  • kubra aus Port Arthur 3004
    Irgendwie bekommt man schon das Gefühl, dass da jemand massiv an diesem Kreislauf ... gestern 14:48
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2330
    Warum... leben solche Frauen weiter in unsicheren Staaten und nicht Europa? ... gestern 12:53
  • Kassandra aus Frauenfeld 917
    Schöne Bescherung! Wir kaufen der EU im Jahre für ca. 110 Milliarden Waren ab. Wir ... gestern 12:47
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2330
    Man... darf diesen radikalen Islamisten nicht weiter so halbherzig begegnen ... gestern 12:15
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2330
    Der... Gaza-Streifen wird wieder in Schutt und Asche gelegt. Von der Hamas ... gestern 11:35
  • LinusLuchs aus Basel 19
    Wer lanciert die Volksinitiative gegen Überwachung? Die weltweit aktiven Überwacher der USA können auf Komplizen in den ... gestern 09:41
  • royalbobcat aus Sutz 6
    EU Entscheid CH / Kroatien Der Entscheid ist einfach, Bilaterale Verträge kündigen, besser sofort ... Mo, 28.07.14 22:15
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 11°C 15°C bedeckt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 11°C 15°C bedeckt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 13°C 16°C bedeckt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 14°C 20°C bedeckt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 14°C 19°C bedeckt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 14°C 20°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 18°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten