Le Pen ruft seine Anhänger zu Wahlboykott auf
publiziert: Dienstag, 1. Mai 2007 / 13:54 Uhr

Paris - In Frankreich hat der Rechtsextreme Jean-Marie Le Pen seine Anhänger zum Boykott der Stichwahl um die Präsidentschaft am Sonntag aufgerufen. Er warnte davor, mit einer Stimme für die Sozialisten sich am konservativen Nicolas Sarkozy zu rächen.

Die beiden «Kandidaten des Systems» hätten mit «ihrer gewaltigen Medienmacht erneut die Wähler in die Irre geführt», so Le Pen.
Die beiden «Kandidaten des Systems» hätten mit «ihrer gewaltigen Medienmacht erneut die Wähler in die Irre geführt», so Le Pen.
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Le Pen rief seine Anhänger auf, weder für den UMP-Chef Sarkozy noch für die Sozialistin Ségolène Royal zu stimmen. Sie sollten sich vielmehr «massiv enthalten», sagte der Chef der fremdenfeindlichen Partei Front National (FN) bei einer Kundgebung zum 1. Mai in Paris.

Die beiden «Kandidaten des Systems» hätten mit «ihrer gewaltigen Medienmacht erneut die Wähler in die Irre geführt», sagte Le Pen. Er warnte seine Anhänger davor, für eine sozialistische Kandidatin zu stimmen um sich an der Beschlagnahmung des FN-Programms durch Sarkozy zu rächen.

Zudem sei es unsinnig, einen Kandidaten zu wählen, der sie als Extremisten betrachte. Sarkozy weigere sich, den Millionen von FN-Wählern die ihrer Stärke entsprechende Vertretung im Parlament zu gewähren, sagte Le Pen.

Sarkozy warb um rechte Wähler

Sarkozy hatte kürzlich erst vorgeschlagen, bei den Parlamentswahlen einen Teil der Sitze per Verhältniswahlrecht zu vergeben. Dies würde unter anderem Le Pens Front National in die Nationalversammlung bringen. Royal warf in der Folge Sarkozy vor, die Rechtsextremen zu umwerben.

Le Pen hatte in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl 3,8 Millionen Stimmen bekommen. Dies waren eine Million Wähler weniger als 2002, als er überraschend in die Stichwahl gegen Amtsinhaber Jacques Chirac eingezogen war.

Laut jüngsten Umfragen wollen 60 Prozent der Le-Pen-Anhänger am Sonntag für Sarkozy stimmen, der diese schon vor der ersten Wahlrunde stark umworben hatte. Rund 20 Prozent gaben an, sie wollten sich enthalten, wogegen weitere 20 Prozent Royal ihre Stimme geben wollten.

(fest/sda)

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