Neuer WHO-Index für «gesunde Lebenserwartung»
Lebenserwartung der Schweizer beträgt im Schnitt 72,5 Jahre
publiziert: Sonntag, 4. Jun 2000 / 17:24 Uhr

Genf - Die Japaner stehen an der Spitze eines neuen Lebenserwartungs-Index der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Schlusslicht bildet Sierra Leone - die Schweiz steht auf Rang 8. Der Index misst erstmals die «gesunde Lebenserwartung».

Im Gegensatz zu bisherigen Statistiken wurde die Lebenserwartung nicht mehr allein aufgrund der Todesraten gemessen. Die WHO berechnete die Lebenserwartung von Neugeborenen des Jahres 1999 aufgrund eines speziellen Index, der die gesunden Jahre berücksichtigt.
In den reichsten Ländern büssen demnach die Bewohner rund neun Prozent ihrer Lebenserwartung an Krankheiten ein; in den ärmsten Staaten sind es 14 Prozent. Von insgesamt 1991 Ländern hat Japan mit 74,5 Prozent die höchsten «gesunde» Lebenserwartung, gefolgt von Australien und Frankreich. Die Schweiz steht mit 72,5 Jahren an achter Stelle.

Aids beeinflusst Afrika

In 32 Ländern, mehrheitlich in Schwarzafrika, berechnete die WHO einen Index von weniger als 40 Jahren. Einer der Faktoren sei die Aids-Epidemie, betonte die WHO. In einigen schwarzafrikanischen Ländern falle die «gesunde» Lebenserwartung auf das Niveau zurück, dass reichere Länder im Mittelalter aufgewiesen hätten, betonte die WHO.
Die USA stehen mit einer «gesunden» Lebenserwartung erst an 24. Stelle. Als Gründe nennt die WHO unter anderem die schlechte Gesundheit der Ureinwohner, der schwarzen Bevölkerung sowie der armen Bewohner der Grosstädte.

Warnung vor Tabak-Folgen

Einer der Faktoren, die Japan an die Spitze der Rangliste stellt, ist laut WHO die tiefe Rate von Herzkrankheiten und die traditionell fettarme Ernährung. Die Essgewohnheiten der Japaner änderten sich aber und fettreiche Nahrung, etwa rotes Fleisch, werde immer populärer.
Auch die Folgen des Tabakkonsums seien bisher in Japan beschränkt gewesen. Die WHO rechnet damit, dass die Zahl der Lungenkrebserkrankungen bei japanischen Männern in den kommenden Jahren drastisch ansteigt.
Auch in Frankreich warnte die WHO vor einem drastischen Anstieg der Krankheiten bei Frauen, die in Zusammenhang mit dem Rauchen stehen. Bis vor wenigen Jahren hätten in Frankreich die Frauen mehrheitlich nicht geraucht.

Einer der grössten geschlechterspezifischen Unterschiede in der «gesunden» Lebenserwartung registrierte die WHO in Russland. Während für weibliche Babies 66,4 Jahre bemessen werden, sind es für männliche Babies nur 56,1 Jahre. Als wahrscheinlichste Erklärung für die Differenz nennt die WHO den «hohen Alkoholmissbrauch» unter russischen Männern.

(ba/sda)

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