Lebenslange Haft für Fourniret und seine Frau
publiziert: Mittwoch, 28. Mai 2008 / 22:43 Uhr

Charleville-Mézières - Der französische Serienmörder Michel Fourniret und seine Frau sind zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Davon muss der 66-Jährige mindestens 30 Jahre absitzen, wie das Schwurgericht in Charleville-Mézières entschied.

Michel Fourniret hat gestanden, sieben Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und ermordet zu haben.
Michel Fourniret hat gestanden, sieben Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und ermordet zu haben.
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Seine 59 Jahre alte Frau Monique Olivier kann frühestens in 28 Jahren einen Antrag auf Haftentlassung stellen. Die Geschworenen verhängten damit gegen Fourniret die härteste Sanktion, die das französische Strafrecht vorsieht.

Im Falle Oliviers blieben sie geringfügig hinter dem Antrag des Staatsanwaltes zurück. Er hatte für beide, die er als «Teufel mit einem Doppelgesicht» bezeichnete, die Höchststrafe gefordert.

Ehefrau war «treibende Kraft»

Der Franzose hat gestanden, zwischen 1987 und 2001 in Belgien und Frankreich sieben Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und ermordet zu haben. Seine Frau half ihrem Mann, die Opfer einzufangen.

Olivier versuchte während des zweimonatigen Prozesses, ihre Rolle herunterzuspielen. Ihre Verteidiger schilderten sie als unterwürfige Frau, die von ihrem Mann tyrannisiert worden sei.

Der Staatsanwalt hatte hingegen betont, Olivier sei eine «treibende Kraft» bei den Verbrechen gewesen. Dem schlossen sich die Geschworenen weitgehend an, indem sie die Strafe für die 59-Jährige nur leicht abmilderten.

Fourniret wird seinem Anwalt zufolge keine Berufung einlegen. Dass er die Strafe annehme, sei «vielleicht sein einziges Signal an die Angehörigen». Ob Olivier in Berufung geht, war zunächst nicht bekannt.

(bert/sda)

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