Lebenslange Haft für «Schwarze Witwen»
publiziert: Mittwoch, 16. Jul 2008 / 13:13 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Jul 2008 / 17:33 Uhr

Los Angeles - Zwei ältere Amerikanerinnen, die als «Schwarze Witwen» Schlagzeilen gemacht haben, sind wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Die beiden alten «Damen» strichen nach den Morden 2,8 Millionen Dollar durch Versicherungsbetrug ein.
Die beiden alten «Damen» strichen nach den Morden 2,8 Millionen Dollar durch Versicherungsbetrug ein.
Ein Richter in Los Angeles verwehrte der 77-jährigen Helen Golay und ihrer 75-jährigen Komplizin Olga Rutterschmidt die Möglichkeit, vorzeitig auf Bewährung frei zu kommen, berichtete die «Los Angeles Times».

Die Frauen waren bereits im April von einer Jury wegen Mordes an zwei Männern, Verschwörung zum Mord und Versicherungsbetrug schuldig gesprochen worden.

Obdachlose Opfer

Bei den beiden Opfern handelt es sich um die obdachlosen Männer Paul Vados und Kenneth McDavid. Der 73-jährige Vados wurde 1999 in einer dunklen Strasse in Hollywood von einem Auto überrollt und starb.

Der 51-jährige McDavid ereilte 2005 ein ähnliches Schicksal. Der Anklage zufolge machten sich die «Schwarzen Witwen» gezielt an Männer in besonders verzweifelten Lagen heran, boten ihnen «aus Nächstenliebe» an, sie auf eigene Kosten in kleinen Wohnungen oder Billighotels unterzubringen.

Lebensversicherungen abkassiert

Mehr als 25 Lebensversicherungen sollen die Frauen abgeschlossen haben - als Verlobte der Männer oder auch Cousine -, mit denen sie später 2,8 Millionen Dollar einstrichen.

Die beiden Frauen hatten zunächst jede Schuld an dem Tod der Männer zurückgewiesen, sich dann aber während des Prozesses gegenseitig die Schuld zugeschoben und die jeweils andere als Drahtzieherin dargestellt.

(bert/sda)

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