Lebenslange Strafe bestätigt
publiziert: Samstag, 2. Dez 2006 / 00:41 Uhr

Schwyz - Im Mordfall von Siebnen hat das Schwyzer Kantonsgericht die von der Vorinstanz verhängte Höchststrafe für den Täter bestätigt. Dieser hatte im 2004 seine ehemalige Freundin mit einem Schuss in den Kopf getötet.

Der Verurteilte ist nicht geständig.
Der Verurteilte ist nicht geständig.
Das Kantonsgericht veröffentlichte sein Urteil im Dispositiv. Es habe sowohl in den Schuldpunkten wie auch in der Strafzumessung das Urteil des Strafgerichts vom Juli 2006 bestätigt, teilte es in einem Communiqué mit.

Demnach wird der heute 23-jährige Angeklagte wegen Mordes, falscher Anschuldigung, Betruges, Irreführung der Rechtspflege und Widerhandlung gegen das Waffengesetz zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt.

Anwesenheit der Kinder

Das Opfer, eine 22-jährige Schweizerin, war in der Nacht auf den 1. Juli 2004 in ihrer Wohnung mit einem Nahschuss in den Hinterkopf getötet worden. Die beiden kleinen Kinder der Frau waren in der Wohnung zugegen und harrten über zwölf Stunden mit der Toten aus.

Der Verurteilte ist nicht geständig, die Verteidigung hatte am Dienstag einen Freispruch verlangt. Das Kantonsgericht folgte aber in den wesentlichen Punkten der ersten Instanz. Einzelne Beurteilungsdifferenzen hätten sich nicht auf das Ergebnis des Indizienprozesses ausgewirkt, teilte es mit.

Gravierender Fall

Das Kantonsgericht spricht von einem besonders gravierenden Fall, der die Höchststrafe rechtfertige. Das Urteil ist rechtskräftig. Es kann beim Bundesgericht mit einer Nichtigkeits- respektive einer staatsrechtlichen Beschwerde angefochten werden.

Die erste Instanz hatte in ihrer Urteilsbegründung festgehalten, dass der aus dem Kosovo stammende Mann sein Opfer regelrecht hingerichtet habe und seine Tat hartnäckig geplant habe.

(ht/sda)

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