Ledergeber muff über Leuenbergers Flughafen-Politik
publiziert: Sonntag, 4. Mai 2003 / 13:53 Uhr

Zürich - Die am 17. April in Kraft getretenen deutschen Massnahmen zum Flughafen Zürich rufen den Zürcher Statpräsidenten auf den Plan: Er wirft dem Bundesrat und damit seinem Parteikollegen Moritz Leuenberger Tatenlosigkeit vor.

Elmar Ledergerber kritisiert Parteikollegen Moritz Leuenberger.
Elmar Ledergerber kritisiert Parteikollegen Moritz Leuenberger.
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In einem Interview der NZZ am Sonntag bekräftigt Elmar Ledergerber seine wiederholt geübte Kritik an der einseitigen Verordnung. Sein Ton gegenüber dem Bund ist jedoch deutlich schärfer: Der Bundesrat habe bisher nichts unternommen, um die Verordnung zu bekämpfen.

Statt sich für die vitalen Landesinteressen lautstark und wirksam zu wehren, versucht er die Deutschen zu verstehen, kritisiert Ledergerber seinen Parteikollegen Leuenberger. Der Streit um die Lärmverteilung drohe den Flughafen lahm zu legen, so Ledergerber, der im Verwaltungsrat der Flugafenbetreiberin Unique sitzt.

Wenn Deutschland die Verordnung wie angekündigt durchziehe (ab Juli ist eine weitere Verschärfung geplant), bedeute das nicht nur das Ende des Hub Schweiz, sondern auch das frühere Eintreten des von vielen herbeigeredeten Groundings der Swiss.

Es wäre besser für alle Beteiligten, eine neue Regelung auszuarbeiten, so Ledergerber weiter. Im Minimum müsse mit Hilfe der EU von Deutschland eine fünfjährige Übergangsfrist für die Verordnung verlangt werden.

Seit Mitte April müssen wegen der einseitigen Verordnung mit verschärften Nachtsperrzeiten für Anflüge über Deutschland mehr Flugzeuge von Osten her auf die Westpiste gelenkt werden. 2004 soll zusätzlich der Südanflug eingeführt werden, um die Verordnung einhalten zu können.

Dadurch würden auch dicht besiedelte Gebiete von Zürich-Nord überflogen, was für Zürich deutlich mehr Lärm bringen würde. Der Zürcher Stadtrat hat wiederholt betont, dass er den Südanflug mit allen Mitteln bekämpfen wolle.

(pt/sda)

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