Lega-Präsident «belohnt» Abbau von Radaranlagen
publiziert: Sonntag, 24. Sep 2006 / 13:40 Uhr

Lugano - Lega-Präsident Giuliano Bignasca droht Ärger mit der Tessiner Justiz.

Es sei laut Bignasca an der Zeit, die «Kriminalisierung der Bürger» zu beenden.
Es sei laut Bignasca an der Zeit, die «Kriminalisierung der Bürger» zu beenden.
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Grund ist ein von ihm verfasster Artikel in der Zeitung «il Mattino», in dem er den Lesern eine Prämie für das Abmontieren von Radaranlagen verspricht.

Der Tessiner Polizeikommandant Romano Piazzini bezeichnete den Aufruf als Provokation. Wer eine Radarfalle demontiere, begehe eine Straftat, sagte Piazzini im Tessiner Radio RSI.

Die automatischen Radarkontrollen seien Teil einer Präventionsstrategie, die zum Ziel habe, die Anzahl der Unfälle zu reduzieren.

«Kriminalisierung der Bürger»

In den Augen von Bignasca handelt es sich jedoch bloss um eine Abzockerei, die vor allem dazu diene, die Kassen des Staates zu füllen. Es sei an der Zeit, die «Kriminalisierung der Bürger» und die «Terrorisierung der Automobilisten» zu beenden, schrieb Bignasca in der Parteizeitung «il Mattino».

Für jeden abmontierten Radar verspricht der Bauunternehmer eine Prämie von 1500 Franken. Laut Piazzini wird dieser Aufruf für Bignasca nicht ohne Folgen bleiben. Die Staatsanwaltschaft werde von Amtes wegen Ermittlungen einleiten.

(bert/sda)

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