Legalisierung führt laut Studie nicht zu mehr Sterbehilfe
publiziert: Mittwoch, 11. Jul 2012 / 16:14 Uhr
In den Niederlanden ist Sterbehilfe unter gegebenen Umständen nicht strafbar. (Symbolbild)
In den Niederlanden ist Sterbehilfe unter gegebenen Umständen nicht strafbar. (Symbolbild)

Amsterdam - In den Niederlanden hat die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe einer Studie zufolge nicht zu einem Anstieg solcher Fälle geführt. Dies berichten Wissenschaftler der Universitätskliniken in Rotterdam und Amsterdam im britischen Fachjournal «Lancet».

Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
8 Meldungen im Zusammenhang
Bei weniger als drei Prozent aller Todesfälle 2010 war aktive Sterbehilfe beziehungsweise ärztliche Hilfe bei der Selbsttötung die Ursache. Dies entspreche den Zahlen vor der Legalisierung 2002.

Die Ergebnisse widerlegen demnach auch Befürchtungen von Kritikern, dass durch die Legalisierung mehr Patienten gegen ihren Willen getötet würden. «In den Niederlanden hat das gerade deutlich abgenommen», betont Bregje Onwuteaka-Philipsen, Professorin an der Freien Universität Amsterdam.

2010 wurde demnach das Leben von 13 Patienten ohne deren ausdrückliche Zustimmung beendet (0,2 Prozent aller Todesfälle), 1990 waren es 45 (0,8 Prozent).

Die Niederlande hatten 2002 als erstes Land der Welt ein Sterbehilfegesetz verabschiedet. Danach ist Sterbehilfe und ärztliche Hilfe bei der Selbsttötung nicht strafbar, wenn ein Patient aussichtslos krank ist und unerträglich leidet sowie mehrfach und ausdrücklich um Sterbehilfe gebeten hat.

Ein zweiter Arzt muss konsultiert und jeder Fall bei regionalen Prüfungskommissionen gemeldet werden. 77 Prozent aller Fälle würden tatsächlich gemeldet, ergab die Studie.

Neben den Niederlanden erlauben auch Belgien und Luxemburg die aktive Sterbehilfe, bei der Ärzte tödliche Medikamente verabreichen dürfen. In der Schweiz sowie in drei US-Bundesstaaten ist hingegen nur die Beihilfe zur Selbsttötung erlaubt, bei der Sterbewillige unterstützt werden, den Suizid jedoch selbst ausführen.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Wer in der Schweiz die Dienste einer Sterbehilfeorganisation in Anspruch nimmt, ist tendenziell eher weiblich, ... mehr lesen
Der hohe Frauenanteil hat die Forscher überrascht.(Symbolbild)
Strassburg - Strassburg will nicht über das Recht auf Sterbehilfe in Deutschland ... mehr lesen
Die Richter in Strassburg gewährten der kranken Frau kein tödliches Medikament.
Selbstbestimmung auch am Ende? Altersheime sind sich uneins darüber.
Etschmayer Heimbetreiber in der Schweiz diskutieren darüber, ob Sie der Sterbehilfs-Organisation Exit den Zutritt zu ihren Institutionen ... mehr lesen 9
Zürich - Betagte Menschen seien heute viel informierter, selbstständiger und selbstsicherer als früher. Dies sagte die Präsidentin ... mehr lesen
Eine Frau studiert die Broschüre der Sterbehilfe-Organisation Exit.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Wie der Bundesrat und der Ständerat sieht die Rechtskommission des Nationalrats keinen Bedarf, die Sterbe- und Suizidhilfe stärker zu reglementieren. Die Kommission hat sich für den Status Quo ausgesprochen und anderslautende Anträge ohne Gegenstimme abgelehnt. mehr lesen 
Neuenburg - Rund 300 Personen haben 2009 in der Schweiz die begleitete Sterbehilfe in Anspruch genommen. In den zwölf vorangegangenen Jahren ist diese Zahl stetig angestiegen. Die weitaus meisten Betroffenen sind 55 Jahre und älter. Knapp die Hälfte hatte zuvor an Krebs gelitten. mehr lesen 
16 Tötungen haben die Angeklagten gestanden, die Polizei geht von über 50 aus.
Montevideo - In Uruguay sollen zwei Krankenpfleger unabhängig ... mehr lesen
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Sergej Stanislawowitsch Udalzow.
Sergej Stanislawowitsch Udalzow.
Hungerstreik  Moskau - Aus Protest gegen seine Verurteilung zu viereinhalb Jahren Lagerhaft ist der russische Oppositionelle Sergej Udalzow in einen Hungerstreik getreten. Er habe am ersten Hafttag das Frühstück verweigert, sagte ein Sprecher der Strafvollzugsbehörde russischen Nachrichtenagenturen. 
Sergej Udalzow - der prominente Regierungsgegner. (Archivbild)
Kreml-Gegner zu viereinhalb Jahren Lagerhaft verurteilt Moskau - Zwei Jahre nach Massenprotesten gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin ist der prominente ...
USA - Mittelamerika  Washington - US-Präsident Barack Obama hat am Freitag mit den Präsidenten aus Honduras, El Salvador und Guatemala über die humanitäre Krise wegen des Zustroms von Kindern und Jugendlichen aus Mittelamerika beraten. Er drohte erneut mit der Abschiebung der Kindermigranten.  
Nimmt US-Regierung einige Migrantenkinder auf? Washington - Angesichts der massenhaften Zuwanderung unbegleiteter Kinder überlegt die US-Regierung, ...
Barack Obama lud seine Amtskollegen ins Weisse Haus ein.
Titel Forum Teaser
  • EdmondDantes1 aus Zürich 5
    Danke für die Einladung... Nett dass Sie sich gemeldet haben Herr Kyriacou. Keinschaf’s Analogie ... gestern 04:52
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Warum nur dort? Warum müssen denn diese "Fachleute" ihre "Evidenzen" und vor allem die ... Di, 22.07.14 23:32
  • akyri aus Zürich 11
    Ans Denkfest kommen, EdmondDantes1 Sie fragen nach Fakten zur Evolution? Kommen Sie ans Denkfest und ... Di, 22.07.14 22:43
  • EdmondDantes1 aus Zürich 5
    Antwort an Buffy Hallo Buffy Da scheine ich mit meinem Kommentar „Die ... Do, 17.07.14 02:12
  • Buffy aus Frankfurt 2
    Kommentar - Edit Mein Kommentar bezog sich natürlich auf den Beitrag von EdmontDantes1. ... Mo, 14.07.14 18:00
  • Buffy aus Frankfurt 2
    KREATIONISTEN-ALARM Ich hoffe, dieser fehlleitende Beitrag wird zügig gelöscht. Er ... Mo, 14.07.14 17:54
  • EdmondDantes1 aus Zürich 5
    Die Evolutions-Religion Sie schreiben in der Einleitung zum Artikel den Satz "Die Richtigkeit ... Mo, 07.07.14 19:30
  • thomy aus Bern 4128
    Natürlich kann man die Bibel als moralische ... ... Grundlage betrachten! Aber nicht nur und nur in die heutige Zeit ... Mo, 30.06.14 09:47
Andrea Frangi ist Professor für Baustatik und Konstruktion (Holzbau) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Neue Wege im nachhaltigen Holzbau Am ETH-Standort Hönggerberg entsteht derzeit das House of ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 13°C 21°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Basel 10°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
St.Gallen 16°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 14°C 27°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Luzern 14°C 27°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 14°C 28°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Lugano 17°C 26°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten