Léger-Gemälde für 4,2 Millionen Mark in Berlin versteigert
publiziert: Samstag, 25. Nov 2000 / 11:21 Uhr

Berlin - Ein Gemälde des französischen Malers Fernand Léger ist am Freitagabend in Berlin für rund 4,2 Millionen Mark (3,35 Mio. Franken) versteigert worden. Es war der höchste Auktionspreis für ein Kunstwerk in Deutschland seit Kriegsende.

Bei dem Werk «Les Trois Figures» handelt es sich um ein vom Kubismus inspiriertes Bild aus dem Jahre 1921. Der ungenannte Käufer aus Frankreich erhielt den Zuschlag erst nach heftigem Bietergefecht. Bisher war ein 1999 für 2,75 Mio. Mark verkauftes Gemälde von Pieter Brueghel dem Jüngeren das teuerste in Deutschland nach dem Krieg verkaufte Gemälde gewesen.

Ein weiterer hoher Preis wurde am Freitag mit rund 3,3 Mio. Mark auch für Henri Matisses Werk «Fenêtre ouverte: Etretat» gezahlt. Der Fensterausblick in gedämpften Farben auf Strand und Meer war 1920 entstanden. Für eine Überraschung sorgte August Mackes «Landschaft» (1911), die für 1,9 Mio. Mark versteigert wurde und damit den Schätzpreis mehr als verdoppelte. Zu den Spitzenangeboten gehörten auch Werke von Ernst Wilhelm Nay Emil Nolde, Adolph Menzel, Max Liebermann, Felix Nussbaum, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky und Conrad Felixmüller. Insgesamt wird bei der dreitägigen Herbstauktion der Villa Grisebach mit einem Ertrag von etwa 30 Millionen Mark gerechnet.

(sda)

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