Lehrer wegen Kinderpornografie verurteilt
publiziert: Montag, 17. Jan 2005 / 12:44 Uhr

Mels SG - Das Kreisgericht Werdenberg-Sargans hat einen Oberstufenlehrer zu vier Wochen Gefängnis bedingt und einer Busse von 2500 Franken verurteilt. Der Lehrer hatte Videos mit kinderpornografischem Inhalt auf seinem Computer gespeichert.

Die zuständige Einzelrichterin bestätigte entsprechende Medienberichte. Der Lehrer war von der St. Galler Staasanwaltschaft per Strafbescheid verurteilt worden, hatte den Fall aber ans Kreisgericht weiter gezogen. Dieses bestätigte jetzt das Urteil.

Es setzte die Probezeit für die bedingte Gefängnisstrafe auf zwei Jahre fest. Dem Verurteilten wurden Verfahrenskosten von rund 5800 Franken auferlegt. Die Festplatte seines Computers wurde zur Vernichtung eingezogen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann ans Kantonsgericht weiter gezogen werden.

190 Videoclips

Der Lehrer ging der Polizei im Rahmen der landesweiten Aktion Genesis im Jahr 2002 ins Netz. Ihm wurde vorgeworfen, über das Internet bei einem einschlägigen amerikanischen Anbieter Kinderpornografie gekauft zu haben. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei auf seinem Computer 190 pornografische Videoclips.

Der Lehrer beteuerte vor Gericht seine Unschuld. In der Befragung durch die Polizei hatte er erklärt, er habe das pornografische Material nur zu Informationszwecken gesammelt. Sein Verteidiger beantragte einen Freispruch. Die Einzelrichterin liess sich davon nicht überzeugen. Sie bestätigte den Schuldspruch.

(fest/sda)

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