Leistungsorientierte Abgeltung spart 200 Mio
publiziert: Donnerstag, 12. Dez 2002 / 17:41 Uhr

Bern - Der Schweizerische Apothekerverband (SAV) zeigt sich zufrieden mit der am 1. Juli 2001 eingeführten Leistungsorientierten Abgeltung (LOA). Nach Berechnungen der SAV werden dadurch bis Ende Jahr 200 Millionen Franken eingespart.

Bis zum dritten Quartal dieses Jahres belaufen sich die Einsparungen auf 177,5 Millionen Franken, wie der SAV in einem Communiqué mitteilte. Er schätzt, dass bis Jahresende noch rund 22,5 Millionen dazukommen.

Seit Juli 2001 werden die Apotheker für ihre Dienstleistungen bezahlt, egal ob sie ein teueres oder günstiges Medikament verkaufen. Sie bekommen eine Beratungstaxe von 4.30 Franken pro Medikament und eine Patiententaxe von 7.55 Franken für die Führung des Patientendossiers.

Diese Taxen werden bei rezeptpflichtigen Medikamenten verrechnet. Zuvor erhielten die Apotheker eine Marge von 33 Prozent auf die Medikamentenpreise.

Im Aufwind befinden sich auch Generika: Gemäss SAV-Communiqué werden heute bereits 42 Prozent der substituierbaren Medikamente durch ein Generikum ersetzt. Eine Schwierigkeit dabei sei aber nach wie vor die Unsicherheit der Patienten, schreibt der SAV weiter. Viele zögen das Original vor, mit dem sie gute Erfahrungen gemacht hätten.

Wichtig sei daher das persönliche Gespräch in der Apotheke, wird der abtretende SAV-Präsident Max Brentano-Motta zitiert. Es gehe hierbei um eine Verhaltensänderung der Bevölkerung, die Zeit brauche.

Brentano hatte sein Amt als SAV-Präsident vor zehn Jahren angetreten. Sein Nachfolger, der Walliser Dominique Jourdan, beginnt seine Arbeit am 1. Januar 2003.

(bsk/sda)

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