Leiter der Schadensabteilung der KBV legt Geständnis ab
publiziert: Mittwoch, 10. Sep 2008 / 00:09 Uhr

Winterthur - Der letzte Hauptangeklagte, der ehemalige Schadensleiter der Krankenkasse KBV, hat ein Geständnis abgelegt. Er betonte, dass die Idee mit den fiktiven Patienten eine Rettungsaktion für die KBV gewesen sei.

Langsam kommt Licht ins Dunkel: 2040 fiktive Kunden wurden im System geführt.
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Der 37-Jährige gestand vor dem Winterthurer Bezirksgericht, zusammen mit den anderen drei Hauptangeklagten insgesamt 2040 fiktive Kunden geführt zu haben. Es sei ihm nie darum gegangen, sich zu bereichern, betonte er, sondern darum, die Krankenkasse zu retten.

Diese sei damals, im Herbst 1999, in einer schlechten Verfassung gewesen. Zudem sei er von den anderen unter Druck gesetzt worden. Als er dem Druck nachgegeben habe, habe man in einer ersten Phase 1540 fiktive Kunden ins System eingegeben. In einer zweiten Phase kamen weitere 500 Einträge dazu.

Er persönlich habe zuhause Schadensfälle erfasst. Um sich viel administrativen Aufwand zu ersparen, wurden alle Kunden «stationär im Ausland» behandelt. Dass die fiktiven Kunden über einen externen, deutschen Makler in die KBV eingebracht wurden, verneint der Geständige entschieden. Diesen Makler gebe es gar nicht. In der Tat konnte ihn die Winterthurer Staatsanwaltschaft nie ausfindig machen.

Vor Gericht standen auch der damalige Verwaltungsratspräsident und dessen Vize. Beiden wird mehrfache Veruntreuung sowie mehrfache Urkundenfälschung vorgeworfen. Sie bestreiten die Anklagepunkte. Die Verhandlung wird fortgeführt und dauert voraussichtlich bis Ende Woche.

Die vier Geschäftsleiter der KBV sollen mit fiktiven Kunden Vorteile im Wert von über 27 Millionen Franken erschlichen haben. Das Geld war der KBV aus einem Risikoausgleichsfonds überwiesen worden, der Beiträge an Kassen zahlt, die überdurchschnittlich viele betagte Kunden haben. Daneben sollen sie 9,5 Millionen für sich selber abgezweigt haben.

(fest/sda)

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