Letzte Chance für Darfur-Friedenstruppe
publiziert: Dienstag, 19. Dez 2006 / 12:37 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Dez 2006 / 13:04 Uhr

New York - Der scheidende UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat einen letzten Versuch unternommen, die Regierung Sudans von der Notwendigkeit einer stärkeren Friedenstruppe für die Provinz Darfur zu überzeugen.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan.
UNO-Generalsekretär Kofi Annan.
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Annan informierte den Sicherheitsrat, dass er den früheren Präsidenten der UNO-Vollversammlung, den Schweden Jan Eliasson, als Sondergesandten nach Sudan geschickt hat.

Nach Angaben von Diplomaten soll er dort in der Übergangsphase tätig werden, bis Annans Nachfolger Ban Ki Moon am 1. Januar sein Amt übernimmt.

Ausserdem sandte Annan seinen Berater Ahmedou Ould Abdallah in die sudanesische Hauptstadt Khartum. Er soll sich für den UNO-Vorschlag stark machen, die bereits im Sudan stationierte Friedenstruppe der Afrikanischen Union mit Kapazitäten der UNO aufzurüsten.

Truppen nicht willkommen

Die sudanesische Regierung lehnt den Einsatz einer UNO-Truppe in Darfur ab. Der Konflikt zwischen Regierungstruppen und meist nicht-arabischen Rebellen dauert sei Anfang 2003 an.

Die Regierung mobilisierte Reitermilizen, die den Konflikt beenden sollten. Sie sollen in der Region unzählige Gräueltaten begangen haben, wie Mord, Vergewaltigungen und Plünderungen. Schätzungsweise 200 000 Menschen wurden getötet und Millionen vertrieben.

(bert/sda)

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