Letzte Chance für Schaffhausen
publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2005 / 09:30 Uhr

Drei Runden vor Saisonende sind in der Axpo Super League noch drei Mannschaften in den Abstiegskampf involviert.

Aarau Trainer Andy Egli: "Schaffhausen steht mehr unter Druck."
Aarau Trainer Andy Egli: "Schaffhausen steht mehr unter Druck."
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Eine Vorentscheidung um den Barrage-Platz könnte heute in der 34. Runde in der Direktbegegnung zwischen Aarau und Schaffhausen fallen.

An der Spitze ist beinahe alles klar. Der FC Basel ist Meister, und Thun bestreitet im Herbst die Qualifikation zur Champions League. Zu vergeben ist noch ein Platz im UEFA-Cup. Rechnerisch haben mit den Grasshoppers, Young Boys, Zürich und Neuchâtel Xamax noch vier Mannschaften Chancen auf den 3. Platz.

Weil aber die Formkurve der Neuenburger deutlich nach unten zeigt und der FC Zürich nach dem Cupsieg kaum mehr besonders motiviert in die letzten drei Runden gehen dürfte, deutet alles auf einen Zweikampf zwischen den Hoppers und den Young Boys hin.

Punktgewinn Pflicht

YB steht in der heutigen Direktbegegnung daheim mit den Zürchern in der Pflicht. Nur mit mindestens einem Punktgewinn können sich die Berner noch realistische Hoffnungen auf den 3. Rang machen.

Eine Niederlage würde den Rückstand auf die Grasshoppers auf vier Punkte anwachsen lassen. Das neue Stade de Suisse Wankdorf wäre nächste Saison für internationale Begegnungen ganz in Händen des FC Thun und der Schweizer Nationalmannschaft.

Vorerst und zum vorletzten Mal müssen die Berner mit dem Neufeld Vorlieb nehmen. Das Provisorium liegt ihnen nicht. Am 16. März gewannen sie letztmals daheim, seither haben sie in fünf Spielen nur zwei Punkte gewonnen.

Gegen die Grasshoppers zählt aber nur ein Sieg, liess Trainer Bidu Zaugg verbreiten. Gleichzeitig warnte er seine Spieler davor, ins offene Messer zu laufen. "GC hat ein super Potential", schwärmte der ehemalige Nationalcoach. Besonders das konterstarke Trio Eduardo, Rogerio und Ricardo Cabanas hat es ihm angetan.

Ausgeschöpftes Potenzial

Seit Hanspeter Latour das Traineramt übernommen hat, schafft es GC wieder, sein Potenzial auszuschöpfen. Nur einmal, in Basel (2:4), verloren die Zürcher unter dem Berner Oberländer. In den letzten zehn Spielen blieben sie ungeschlagen und setzten sich so auf die Pole-Position für das letzte Europacup-Ticket.

Dabei hatte in der Winterpause noch wenig auf die Renaissance der Blau-Weissen hingedeutet. Angeführt von einem überragenden Ricardo Cabanas, der hinter den Spitzen wieder zu seiner Bestform gefunden hat, machte GC Punkt um Punkt gut und ist daran, die Zielsetzung von Latour (5. Platz) zu übertreffen.

Abstiegssorgen?

Aarau kann sich mit einem Sieg gegen Schaffhausen der letzten Abstiegssorgen entledigen. Bei einer Niederlage würden die Aargauer hingegen die Nordostschweizer als Schlusslicht der Liga ablösen. Von einem Schicksalsspiel will Andy Egli aber nicht reden. "Schaffhausen steht mehr unter Druck. Selbst wenn wir verlieren sollten, haben wir weiterhin die Möglichkeit, uns aus eigener Kraft zu retten", so der Zürcher. "Aber es ist klar, dass wir bereits heute versuchen werden, alles klar zu machen."

In Aarau gibt man sich vorsichtig, obwohl der Sturzflug im April zuletzt gestoppt werden konnte. Nach drei Kanterniederlagen in Folge mit 17 Gegentoren folgte die Trendwende bei den Grasshoppers (1:1) -- wenige Tage nachdem der Aargauer Vorstand Egli entgegen allen Erwartungen in seinem Amt bestätigt hatte. Seither ist der FCA in fünf Spielen ohne Niederlage geblieben.

"Nur" Tabellenletzter

In Schaffhausen spricht man ähnlich wie in Aarau -- nur sind die Rollen anders verteilt. Nicht der Aufsteiger steht unter Druck wie Egli suggeriert, sondern das erfahrenere Team vom Brügglifeld. "Wir freuen uns auf das Spiel und sind bereits froh, dass es zu einer solchen entscheidenden Partie kommt", sagte Sportchef Christian Stübi. Dennoch wäre eine Pleite für Schaffhausen schlimmer, wenn auch nicht dramatisch.

Der Aufsteiger stünde bei einem gleichzeitigen Punktgewinn St. Gallens vorzeitig als Tabellenletzter fest. Der Konkurs von Servette hat aber dazu geführt, dass selbst der schlechteste Verein der Super League noch hoffen kann. Anfang Saison hätte der zu Saisonbeginn als schwächster Aufsteiger aller Zeiten titulierte FCS für einen garantierten Barrage-Platz ohne zu zögern unterschrieben.

Young Boys - Grasshoppers (bisherige Resultate: 1:1, 1:0, 1:1)
Mittwoch, 19.30 Uhr. -- Absenzen: Aziawonou, Coubageat und De Napoli (alle verletzt); Lichtsteiner (gesperrt), Seoane (verletzt) und Schwegler (rekonvaleszent). -- Statistik: Die Young Boys sind mit 18 Punkten die schlechteste Heimmannschaft der Super League, blieben aber zuletzt sechs Mal ohne Niederlage. GC ist seit 10 Spielen ohne Niederlage. In den bisherigen Direktbegegnungen dieser Saison fielen die Tore jeweils alle in der ersten Halbzeit.

Aarau - Schaffhausen (1:1, 2:1, 3:3)
Mittwoch, 19.30 Uhr. -- Absenzen: Christ, Wardanjan (beide verletzt) und Opango (gesperrt); keiner. Fraglich: keiner; Bunjaku. -- Statistik: Schaffhausen hat gegen Aarau noch nie gewonnen. Auswärts ist das Team von Jürgen Seeberger mit acht Punkten deutliches Liga-Schlusslicht; den einzigen Sieg schafften die Schaffhauser am 13. April bei Xamax. Aarau ist seit fünf Spielen ungeschlagen.

St. Gallen - Neuchâtel Xamax (1:2, 0:3, 4:2)
Mittwoch, 19.30 Uhr. -- Absenzen: Schicker (gesperrt), Agouda, Wolf und Fabinho (alle verletzt); Mangane (gesperrt) und Siqueira-Barras (verletzt). -- Fraglich: Zellweger; keiner. -- Statistik: St. Gallen wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg, gewann die letzten drei Heimspiele gegen Xamax aber jeweils mit zwei Toren Unterschied. Xamax hat in der Rückrunde auswärts erst fünf Tore erzielt und dabei einmal gewonnen.

Rangliste
1. Basel 32/67. 2. Thun 32/57. 3. Grasshoppers 30/43. 4. Young Boys 31/42. 5. FC Zürich 31/39. 6. Neuchâtel Xamax 30/38. 7. St. Gallen 31/32. 8. Aarau 31/31. 9. Schaffhausen 32/29.

(bert/Si)

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