Letzte Kurskorrektur für Mondsonde
publiziert: Samstag, 2. Sep 2006 / 17:33 Uhr

Darmstadt - Eine dramatische letzte Kurskorrektur soll verhindern, dass die europäische Mondsonde «SMART-1» bereits fünf Stunden vor dem geplanten Aufprall einen Krater rammt und abstürzt.

Die Kurskorrektur sollte einen frühen Aufprall verhindern.
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Dabei kommt auch Schweizer Technolgie zum Einsatz.

In einer stundenlangen Aktion wurde die Umlaufbahn der Sonde um den Erdtrabanten um etwa 600 Meter erhöht, so dass sie wie vorbereitet am Sonntagmorgen gegen 7.42 Uhr MESZ in der «Lake of Excellence» genannten Südregion des Mondes aufschlagen dürfte. Das teilte ein Sprecher des europäischen Kontrollzentrums (ESOC) in Darmstadt mit.

Britische Experten der Universität Nottingham hätten noch rechtzeitig Zusatzinformationen zum für «SMART-1» gefährlichen Krater Clausius geliefert. «Man kennt die Oberfläche des Mondes doch noch nicht so gut», sagte der Sprecher. Mit einer unsanften Landung auf dem Mond geht der knapp dreijährige Flug der Sonde zu Ende.

In der Sonde gibt es auch Schweizer Technik: So sind die Firmen Contraves, ETEL und APCO-Technolgies und das Institut Space-X an Entwicklung und Bau von diversen Teilen beteiligt. So ermöglicht die von Contraves Space entwickelte kardanische Aufhängung die Schwenkung des Triebwerkes und seines Gasstrahles und somit die Änderung der Flugrichtung von «SMART-1», wie das Unternehmen auf seiner Webseite schreibt.

(rr/sda)

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