Letzter Espenmoss-Schläger vor Gericht
publiziert: Donnerstag, 7. Jan 2010 / 15:47 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Jan 2010 / 16:49 Uhr

Fünf Hooligans standen bereits wegen der Espenmoos-Krawalle vor Gericht. Heute ist der sechste an der Reihe. Die Staatsanwaltschaft fordert eine bedingte Freiheitsstrafe, ein Stadionverbot und eine Busse von 900 Franken. Eine Rechnung über 88'000 Franken hat er bereits erhalten.

20. Mai 2009: Fans stürmen das Espenmoos und die Polizei schiesst Reizgas.
20. Mai 2009: Fans stürmen das Espenmoos und die Polizei schiesst Reizgas.
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Am Donnerstagmorgen begann der Prozess gegen einen 20-Jährigen. Ihm werden wie in den vorausgegangenen Verfahren Sachbeschädigung, Landfriedensbruch sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte vorgeworfen, wie die Nachrichtenagentur AP schreibt.

Die Anklage fordert für den Schweizer eine bedingte Freiheitsstrafe von 13 Monaten, ein Stadionverbot während der dreijährigen Probezeit und eine Busse von 900 Franken.

Der Angeklagte habe sich am 20. Mai 2008 inmitten eines 20- bis 30-köpfigen gewalttätigen Mobs bewegt und aus der Stadioneinrichtung herausgerissene Gegenstände in Richtung der Polizeikräfte geworfen, sagte der Staatsanwalt. Trotz Alkoholisierung sei er während der Tatzeit zurechnungsfähig gewesen.

Ausraster wegen Gummischrot

Der Angeklagte erklärte vor Gericht, er sei durch den Treffer eines Gummischrotgeschosses im Rücken total ausgerastet. Er bestritt, Sachbeschädigung begangen zu haben, bekannte sich aber in den anderen Punkten der Anklage für schuldig. Die Verteidigerin beantragte eine bedingte Geldstrafe von maximal 120 Tagessätzen. Das Urteil erfolgt schriftlich.

(tri/news.ch mit Agenturen)

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