Leuenberger: Atomkraftwerk-Betreiber sollen zahlen
publiziert: Sonntag, 18. Okt 2009 / 08:24 Uhr

Bern - Bundesrat Moritz Leuenberger will mit einem «Atomrappen» erneuerbare Energien fördern. Entrichtet würde dieser Beitrag von den Betreibern der Kernkraftwerke, und zwar dann, wenn ihre Kraftwerke länger betrieben werden können als angenommen.

Moritz Leuenberger äusserte sich in der SonntagsZeitung.
Moritz Leuenberger äusserte sich in der SonntagsZeitung.
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Heute werde bei Kernkraftwerken nicht mehr von einer fixen Laufzeit ausgegangen, sagte Leuenberger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Ein Reaktor müsse erst dann vom Netz genommen werden, wenn er die Sicherheitsvorschriften nicht mehr erfülle.

Werde ein Reaktor länger genutzt als ursprünglich vorgesehen, ergäben sich für die Betreiber auch höhere Gewinne. Dieses Geld sollten die Betreiber nicht einfach einstreichen, sondern es gegen die Energieknappheit investieren, forderte Leuenberger.

Beznau wäre als Erstes dran

Als Beispiele für die Förderung mit dem «Atomrappen» nannte der Energieminister Solarstrom, Geothermie oder Windkraft. Solche Investitionen seien sinnvoller und nachhaltiger als Geld an die Konsumenten zurückzugeben. «Durch die Rückerstattung wird das Energiesparen ja auch nicht gefördert.»

Für Schweizer Kernkraftwerke wird in der Verordnung des Bundes eine Betriebsdauer von 50 Jahren angenommen. Der älteste Reaktor, Beznau 1 in Döttingen AG, ist seit 1969 in Betrieb und erreicht die angenommene Betriebsdauer 2019. Wird er länger genutzt, würde gemäss Leuenbergers Vorschlag der «Atomrappen» fällig.

(fkl/sda)

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